Microsofts Investitionsausgaben (Capex) lagen im Septemberquartal 2026 laut einem Bericht von The Information rund 5 Milliarden US-Dollar unter der vorherigen Prognose. Als Grund nannte der Bericht verspätete Rechenzentrumskapazitäten externer Anbieter; Verzögerungen am IREN-Standort Childress in Texas seien ein Faktor gewesen. The Information veröffentlichte diesen Bericht am 4. November.

Bei Capex-Zahlen zählt der Zeitraum: Eine Abweichung in einem Quartal und eine Änderung der Jahresprognose sind zwei verschiedene Größen.

Welche Verzögerungen am IREN-Standort gemeldet wurden

Bei einem Satellitenüberflug am 21. Oktober stellte Aterio laut einem Bericht von Business Insider fest, dass Horizon 4 noch keine Notstromgeneratoren und Kühltechnik hatte. Aterio schätzte deshalb das Ziel einer Übergabe zum Jahresende 2026 als gefährdet ein. Business Insider berichtete über diese Einschätzung.

Ein am 5. November bei Yahoo Finance verbreiteter Investing.com-Bericht nannte außerdem Kabelprobleme, einen Generatorbrand im April und Verzögerungen bei Hardwarelieferungen, die im August bekannt geworden seien. Microsoft und IREN hätten einen neuen Zeitplan ausgehandelt, der die Fertigstellung um mehrere Wochen oder Monate verschieben könnte.

Quartalslücke und Jahresprognose messen Verschiedenes

Business Insider berichtete separat, Microsoft habe seine jährliche Capex-Prognose um 5 Milliarden US-Dollar gesenkt. Diese Zahl beschreibt eine Änderung der Jahresprognose. Die von The Information gemeldeten rund 5 Milliarden US-Dollar beziehen sich dagegen auf die Differenz zwischen den tatsächlichen Investitionsausgaben und der vorherigen Prognose für das Septemberquartal.

Was Microsoft von IREN mieten wollte

The Information bezifferte die geplante Vereinbarung zwischen Microsoft und IREN auf 9,7 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre. Sie sieht die Miete von Servern mit Nvidia-GPUs in einem Rechenzentrum von IREN in Texas vor. IREN zufolge sollte die Bereitstellung der Server im Laufe des Jahres 2026 schrittweise erfolgen.