Vor ein paar Monaten haben wir über die neue Version des Roboters Atlas gesprochen und waren von ihren Fähigkeiten beeindruckt. Die Fabriken der Zukunft interessieren sich jedoch nicht für einen Roboter mit dämonischen Bewegungen und Parkour-Enthusiasmus, sondern für ein Design, das sich problemlos in ihre Infrastruktur einfügt. Der Figure 02 zielt in diese Richtung, und seine Entwickler haben eine besondere Vereinbarung mit BMW geschlossen, um einen Test in einem ihrer Werke durchzuführen …
Lassen wir uns nichts vormachen: Seit Jahrzehnten setzen wir Roboter zur Produktion ein. Aber an humanoiden Robotern müssen wir immer wieder zweimal hinschauen. Vielleicht wegen des berühmten „Unheimlichen Tals“, der außergewöhnlichen Komplexität, die nötig ist, um den menschlichen Körper nachzuahmen … oder der Vorstellung, dass wir überflüssig werden. Der Figure 02 verstärkt all diese Gefühle nur noch, und dank einer Vereinbarung zwischen seinem Hersteller Figure AI und dem BMW-Werk in Spartanburg (South Carolina) zeigte der Roboter zwei Wochen lang seine Fähigkeiten in einer realen Arbeitsumgebung.
Figure 02: „Bitte, Herr Roboter, nehmen Sie mir nicht meinen Job“
Die Spezifikationen des Figure 02 sind ziemlich klar: 167,6 Zentimeter groß, wiegt 70 Kilogramm und bewegt eine maximale Last von 20 Kilogramm. Sein System ist elektrisch, bewegt sich mit 1,2 Metern pro Sekunde und arbeitet dank seiner neuen Batterie fünf Stunden ohne Aufladen. Offensichtlich ist der Roboter voller künstlicher Intelligenz, mit einem „visuellen Sprachmodell“, das von sechs RGB-Kameras gespeist wird, und was Figure AI als „Speech-to-Speech-Denken“ bezeichnet. Mit anderen Worten: Der Roboter kann eine begrenzte Konversation mit Menschen führen, direkte Befehle verstehen und seine jüngsten Aktionen erklären. OpenAI ist Teil von all dem, und das zweite Video zeigt uns die erste Generation, Figure 01, in einer Demo dieser „Denkweise“.
Auf ihrer offiziellen Seite erklärt das BMW Group Werk in Spartanburg, dass die Tests des Figure 02 erfolgreich abgeschlossen wurden, wobei Metallteile an bestimmten Positionen eingesetzt wurden, die später als Teil eines Chassis integriert wurden. Nun versichern die Verantwortlichen für Entwicklung und Anwendung dieser Technologie, dass sie keine Arbeitsplätze vernichten werde, sondern dass die Roboter sich um wiederholende und physisch riskante Tätigkeiten kümmern und ihre „Mitarbeiter“ entlasten, um sich auf kritischere und kreativere Aufgaben zu konzentrieren.
Wenn man bedenkt, dass der Roboter 24/7/365 arbeiten kann, keinen Urlaub braucht, nicht isst, trinkt, schläft, krank wird, keine Gewerkschaften gründet, sich nicht mit seiner Frau zu Hause streitet, keine Kinder zur Schule schicken muss und kein Gehalt bekommt, nun ja … „Press X to Doubt“.
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