Im Jahr 2011 präsentierte das MIT eine Kamera, die eine Billion Bilder pro Sekunde aufnehmen konnte. Drei Jahre später steigerten zwei japanische Universitäten diese Zahl auf 4,4 Billionen. Nun ist es an der Universität Lund mit ihrer Kamera FRAME. Dieses Design erreicht fünf Billionen Bilder pro Sekunde und damit definitiv einen Weltrekord. Die Kamera extrahiert mehrere Bilder aus einem einzigen Bild, indem sie Algorithmen und Laserstrahlen kombiniert. Ihr Ziel ist es, Verbrennungsprozesse in einer Skala von Femtosekunden zu untersuchen.

FRAME: Die Kamera, die fünf Billionen Bilder pro Sekunde aufnimmt
FRAME

Manchmal vertrauen wir zu sehr auf unsere Augen, was durch ein oder zwei optische Täuschungen deutlich wird. Aber es gibt Dinge, die uns völlig entgehen, selbst unter normalen Bedingungen, und die nur mit spezieller Ausrüstung erfasst werden können. The Slo Mo Guys auf YouTube leisten hervorragende Arbeit, indem sie alles mit ihren Kameras aufzeichnen, aber die modernsten Labore arbeiten mit ganz anderen Zahlen. Einige der Videos von The Slo Mo Guys wurden mit 120.000 oder 340.000 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Die FRAME-Kamera der Universität Lund macht etwas Ähnliches … aber mit fünf Billionen Bildern pro Sekunde.

Wie funktioniert FRAME?

Einfach ausgedrückt: Die Kamera beleuchtet das Objekt oder die Reaktion, die beobachtet werden soll, indem sie mehr als eine Billion Mal pro Sekunde Laserblitze abfeuert, und jeder Puls hat einen zugewiesenen Code. Dies ermöglicht es, mehrere Bilder aus einem einzigen Bild zu erhalten, und die Informationen werden mit Hilfe eines fortschrittlichen Algorithmus getrennt, was das Äquivalent von fünf Billionen FPS ergibt. Der gesamte Prozess ist so schnell, dass die Kamera einen Lichtpuls aufzeichnen kann, der durch die Dicke eines Blatt Papiers geht.

Das Team, das für die FRAME-Kamera verantwortlich ist, arbeitet hauptsächlich an der Verbrennung. Durch die Informationen auf molekularer Ebene könnte FRAME zu Entwicklungen wie viel effizienteren Motoren und Gasturbinen führen. Trotzdem muss man warten. Ein deutsches Unternehmen hat bereits einen Prototyp auf Basis dieser Technologie entwickelt, aber es wird geschätzt, dass mindestens 24 Monate vergehen müssen, bis sie in weitere Labore gelangt.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der Universität Lund.