Goldman Sachs kündigte am 22. Oktober 2026 das Small Business AI Institute an. Die Initiative gehört zu einem Engagement über 500 Millionen US-Dollar für die nächste Phase des Programms 10,000 Small Businesses, das Bildungsangebote, Kapitalzugang und weitere Unterstützung für zusätzliche 10.000 Unternehmen vorsieht.
Wofür das Institut gedacht ist
Das Institut soll kleine US-Unternehmen bei der Einführung von KI unterstützen. Goldman Sachs nannte drei Schwerpunkte: KI-Schulungen, Forschung zur KI-Nutzung in kleinen Unternehmen und Unterstützung für einen KI-gestützten Zugang zu Kapital. Die 500 Millionen US-Dollar beziehen sich auf die Erweiterung des Gesamtprogramms, nicht auf einen separat ausgewiesenen Betrag für das Institut.
Was die vier Partner beitragen sollen
Goldman Sachs ordnete den vier Partnern unterschiedliche Angebote zu. Die angekündigten Aktivitäten waren:
| Partner | Angekündigter Beitrag | Genannter Umfang |
| Anthropic | Lernreihe zur praktischen Anwendung von KI und Zusammenarbeit an Forschungsprojekten | Kein Umfang genannt |
| Grow with Google AI Professional Certificate für Inhaber kleiner Unternehmen und Beschäftigte | Knapp 20.000 Personen; zusätzlich drei Monate kostenloser Zugang zu Google AI Pro | |
| Meta | KI-Werkzeuge und Schulungen über Muse for Small Business | Kein Umfang genannt |
| OpenAI | Maßgeschneiderte Workshops mit Community Colleges aus dem Netzwerk von 10,000 Small Businesses | Workshops im ganzen Land |
Die Bedingungen des bestehenden US-Bildungsprogramms
Das bestehende Bildungsprogramm 10,000 Small Businesses dauert zwölf Wochen und umfasst insgesamt 100 Stunden Lernen, Mentoring und Austausch. Die Goldman Sachs Foundation finanziert das Programm; für Teilnehmende ist es kostenlos.
Goldman Sachs nennt als allgemeine Teilnahmebedingungen: Bewerber müssen Inhaber oder Miteigentümer eines Unternehmens sein. Das Unternehmen muss seit mindestens zwei Jahren bestehen, mehr als 75.000 US-Dollar Jahresumsatz erzielen und mindestens zwei Beschäftigte haben, darunter den Inhaber. Diese Kriterien beziehen sich auf das bestehende Bildungsprogramm.
Was Goldmans Umfrage zur KI-Nutzung zeigt
In einer Befragung von mehr als 2.400 Absolventinnen und Absolventen des Programms gaben laut Goldman Sachs 86 Prozent an, KI in ihrem Unternehmen zu nutzen. Im Vergleichswert für 2024 waren es 56 Prozent. 15 Prozent der Befragten sagten, KI vollständig in ihre Kernabläufe integriert zu haben; mehr als drei Viertel wünschten sich zusätzliche Schulungen und Ressourcen.
Die von NBC News berichteten Beispiele zeigen unterschiedliche Einsatzsituationen: Rechelle Balanzat, Gründerin der Wäscheservice-App Juliette, nutzt KI zur Vorbereitung auf Gespräche mit ihrem Steuerberater und Anwalt. Mike DiMarino, Leiter des Brooklyner Herstellers Linda Tool, erwog Anwendungen für Planung und Abläufe und ging wegen sensibler Informationen aus den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Fertigung vorsichtig mit dem Thema um.