Ein am 27. Oktober veröffentlichter Bericht zitierte einen Google-Sprecher mit der Aussage, berechtigte Drittanbieter-Stores außerhalb der USA könnten bereits Anträge für das Programm Registered App Stores stellen. In Deutschland soll der Status ab 1. Dezember 2026 auf Geräten mit Android 17 QPR2 oder höher verfügbar werden. Registrierte Stores sollen zusätzliche Funktionen wie Installationen mit einem Fingertipp und automatische Updates erhalten können.

Was die Registrierung ändert

Google bietet Drittanbieter-Stores einen freiwilligen Weg zur Registrierung. Stores, die Googles Anforderungen erfüllen, können damit zusätzliche Funktionen auf Betriebssystemebene erhalten. Andere Drittanbieter-Stores dürfen Android zufolge weiterhin ohne Registrierung betrieben werden.

Wann der Status in Deutschland verfügbar sein soll

Google führt Deutschland als unterstützte Region auf. Entscheidend ist das Heimatland des Nutzerkontos, nicht der aktuelle Aufenthaltsort: Bei kurzen Reisen in eine nicht unterstützte Region sollen bereits verfügbare Installationen und automatische Updates weiter funktionieren. Ein dauerhafter Umzug mit Änderung des Kontolands kann die Verfügbarkeit dagegen ändern. Auf verwalteten Geräten können IT-Administratoren die Installation registrierter Stores blockieren.

Was Store-Betreiber erfüllen müssen

Anmelden können sich Betreiber mit einem verifizierten Organisationskonto; einzelne Entwicklerkonten sind nicht zugelassen. Der Store muss als eigenständige Android-App vorliegen. Google verlangt außerdem einen offenen Marktplatz, eine nachweisbare Autorisierung der Entwickler und Verfahren für Streitfälle um geistiges Eigentum. Nutzer müssen klare App-Informationen, eine Möglichkeit zum Deinstallieren sowie Einstellungen für automatische oder manuelle Updates erhalten.

Für die Sicherheitsprüfung muss der Betreiber die Store-App und den vollständigen App-Katalog an Google übermitteln. Auch spätere Katalogeinträge und neue Versionen der Store-App müssen eingereicht werden. Die zur Prüfung eingereichte Store-App muss mit der Version übereinstimmen, die über andere Kanäle verteilt wird.

Google verlangt 10.000 US-Dollar pro Jahr, zahlbar zu Beginn der Eignungsprüfung. Zusätzliche variable Prüf- und Behebungsgebühren kann Google ansetzen, wenn potenziell schädliche Apps innerhalb von 30 Tagen entweder mehr als 1 Prozent der Installationsversuche oder mehr als 2 Prozent des Katalogs ausmachen.

Das separate Programm für die USA

Google nimmt die USA nicht in die Liste für Registered App Stores auf. Für den US-Markt nennt das Unternehmen stattdessen das separate Programm Third-Party App Store on Play. Die Registrierung bei Registered App Stores ist für Drittanbieter-Stores nicht verpflichtend.