Google und Voltus kündigten am 22. Oktober 2026 ein geplantes virtuelles Kraftwerk im US-Netzgebiet PJM an. Es soll flexible Stromverbräuche bündeln und bei hoher Netzlast senken oder zeitlich verschieben. Das Vorhaben setzt auf Nachfrageflexibilität statt auf ein neues Kraftwerk, das zusätzlichen Strom erzeugt.
Welche Kapazität Google und Voltus nennen
Die Unternehmen vereinbarten im Juni 2026 zunächst 100 MW flexible Leistung. NeoTeo berichtete zuvor über Voltus’ Rolle bei Googles Kapazitätsverpflichtung in PJM.
Google bezeichnete die geplante Erweiterung als virtuelles Kraftwerk mit 1 GW und sprach von einer Verzehnfachung der früheren Vereinbarung über 100 MW. Voltus nannte 1.070 MW zusätzliche Kapazität. Die New York Times berichtete, Voltus solle Google bis zu 1.070 MW bereitstellen.
So soll das virtuelle Kraftwerk arbeiten
Voltus soll flexible Ressourcen in Haushalten und Unternehmen bündeln und die teilnehmenden Standorte bei angespannter Netzlage auffordern, ihren Verbrauch zu senken oder zu verschieben. Dazu zählen Batteriespeicher, intelligente Thermostate und Anpassungen industrieller Abläufe. Solche Maßnahmen können Strombedarf zu einem anderen Zeitpunkt verlagern; sie erzeugen selbst keine neue Energie.
Die New York Times ordnete das Vorhaben dem wachsenden Strombedarf von Rechenzentren zu: Die flexible Nachfrage soll das Netz entlasten, indem andere Abnehmer in angespannten Phasen weniger Strom nutzen. Google stellte Teilnehmenden mögliche Einsparungen bei der Stromrechnung und Barzahlungen in Aussicht.
Welches Gebiet PJM versorgt
Google zufolge versorgt PJM 67 Millionen Menschen in 13 US-Bundesstaaten und Washington, D.C. Diese Angabe beschreibt die Reichweite des Netzgebiets, in dem das geplante Kraftwerk entstehen soll.
Voltus ist laut Bericht für Googles Kapazitätsverpflichtung in PJM verantwortlich