Google Vids bietet die grundlegende Videobearbeitung mit einem Google-Konto. Am Desktop legst du ein Projekt an, fügst Medien als Szenen hinzu, bearbeitest Bild und Ton und gibst das fertige Video frei oder exportierst es. Die KI-Funktionen haben eigene Kontingente, die nicht für die manuelle Bearbeitung auf der Zeitleiste gelten.

Was du für Google Vids brauchst

Für die grundlegenden Funktionen genügt ein Google-Konto. Bei Arbeits- und Schulkonten können Administratoren den Zugriff auf Vids und generative KI steuern. Erstellen und bearbeiten kannst du Videos am Desktop; auf Mobilgeräten lassen sich fertig verarbeitete Videos ansehen. Google unterstützt die jeweils zwei neuesten Versionen von Chrome und Firefox sowie Microsoft Edge unter Windows. In Safari sind Bearbeitung und Kommentare nicht verfügbar. Google erläutert die Kontozugänge und KI-Funktionen und die Geräte- und Browserunterstützung.

Projekt starten und Medien hinzufügen

  1. Öffne ein neues Vids-Projekt. Starte in Google Drive über Neu > Google Vids oder öffne Vids und wähle unter „Start a new video“ das Pluszeichen. Google nennt auch vids.new als Einstieg. Die Google-Hilfe erklärt die Projektoptionen.
  2. Wähle Format und Ausgangspunkt. Entscheide dich für Querformat, Hochformat oder Quadrat. Beginne mit einer leeren Leinwand, einer Vorlage, einer Aufnahme, hochgeladenen Medien oder einer Google-Slides-Präsentation.
  3. Füge deine Medien hinzu. Du kannst Material aus Google Drive oder Google Fotos übernehmen oder Dateien hochladen. Unterstützte Videoformate sind MP4, OGG, QuickTime und WebM; für Bilder nennt Google PNG, JPEG und GIF.
  4. Lege Szenen an und ordne das Material. Füge eine Szene in der Zeitleiste hinzu und ziehe die gewünschten Medien hinein. So baust du den Ablauf aus einzelnen Abschnitten auf, statt eine lange Aufnahme unverändert zu übernehmen.

Szenen, Titel und Ton bearbeiten

Englischsprachige Bildschirmführung von Tasia Custode zu Szenen, Vorlagen und Google Vids

Wähle eine Szene oder ein Element in der Zeitleiste aus, um es zu bearbeiten. WIRED beschreibt zum Teilen oder Duplizieren von Szenen sowie für weitere Aktionen das Kontextmenü per Rechtsklick. Für einen Titel nennt der Artikel den Weg über Text > Add a title; anschließend kannst du Text und Gestaltung anpassen. Beim Ton lassen sich laut dieser Beschreibung unter anderem Lautstärke und Einblendungen bearbeiten.

Ein englischsprachiger Bildschirmkurs von Tasia Custode zeigt den Einstieg mit Szenen und Vorlagen sowie weitere Werkzeuge in Google Vids:

Vorschau, Freigabe und Export

Prüfe den Schnitt über Play. Ein Vids-Projekt kann laut Google höchstens 30 Minuten lang sein. Für die Freigabe kannst du Viewer-, Kommentator- oder Editor-Zugriff vergeben. Google nennt diese Exportwege:

ExportoptionErgebnis
MP4In Google Drive speichern oder auf ein Gerät herunterladen
GIFAls GIF exportieren
YouTubeDirekt zu YouTube exportieren; die Sichtbarkeit ist standardmäßig auf „Privat“ gesetzt

Google beschreibt die Freigabe- und Exportoptionen. Prüfe vor dem Teilen auf YouTube die Sichtbarkeitseinstellung, wenn das Video öffentlich zugänglich sein soll.

KI-Kontingente sind getrennt von der manuellen Bearbeitung

Google listet für persönliche Konten monatlich 50 KI-Credits, 60 Sekunden KI-Videoclips und sechs Generierungen mit voreingestellten Avataren. Die Credits gelten für bestimmte KI-Funktionen; sie begrenzen nicht das manuelle Schneiden und Anordnen auf der Zeitleiste. Google weist darauf hin, dass sich Kontingente ändern können. Bei Arbeits- und Schulkonten hängt der Zugang zusätzlich von den Einstellungen der Organisation ab. Google führt die Kontingente und Zugangsbedingungen auf.

Für den beschriebenen KI-Clip-Workflow nennt Google eine Dauer von 3 bis 10 Sekunden pro Clip, 24 Bilder pro Sekunde sowie 720p oder 1080p. Das sind Angaben zu KI-generierten Clips, keine allgemeine Auflösungszusage für manuelle Projekte oder sämtliche Exporte. Google kündigte am 23. September 2026 zudem die kostenlose Videogenerierung mit Gemini Omni 1.1 Flash für Google-Konten an, darunter Clips in 1080p. Die Google-Hilfe beschreibt den KI-Clip-Workflow; Googles Ankündigung nennt Gemini Omni 1.1 Flash.

Google nennt Deutschland als Teil des Europäischen Wirtschaftsraums, in dem die betreffende KI-Funktion zum Bearbeiten hochgeladener Videos nicht verfügbar ist. Mit dieser Funktion erzeugte Clips aus dem Generierungsverlauf lassen sich dort bearbeiten. Die Einschränkung betrifft diese KI-Funktion, nicht die manuelle Bearbeitung in Google Vids. Die regionale Einschränkung beschreibt Google in seiner Hilfe.