Am 24. September 2026 kündigte IonQ einen Vertrag mit der Florida International University (FIU) für ein separates Superion 256 an. Einen Tag zuvor hatte das Unternehmen die Installation eines Superion 256 im NVIDIA Accelerated Quantum Research Center (NVAQC) für 2027 angekündigt.
Was IonQ bei NVIDIA plant
IonQ plant, den Superion 256 als ersten Quantenprozessor vor Ort im NVAQC zu installieren. QPU steht für „Quantum Processing Unit“ und bezeichnet den Quantenprozessor. Für das System ist eine Verbindung zu einem NVIDIA GB200 NVL72 über NVIDIA NVQLink vorgesehen; NVIDIA CUDA-Q soll die Arbeitslasten koordinieren.
Das Vorhaben zielt auf hybride quantenklassische Berechnungen: Dabei arbeiten Quantenprozessor und klassische Recheninfrastruktur zusammen. Die gemeinsame Forschung soll Software für solche Systeme entwickeln und Prototypen für größere Anlagen untersuchen.
Drei getrennte Platzierungen
Die Vereinbarungen betreffen drei unterschiedliche Vorhaben. Am 21. September kündigte IonQ eine mehrjährige Partnerschaft mit dem südkoreanischen Unternehmen SDT an. Sie umfasst die Lieferung eines Superion 256 und eines Quantenspeichermoduls auf Basis von Siliziumfehlstellen.
Die FIU-Anlage ist ein separates Projekt. Das dafür vorgesehene System ist mit 256 physikalischen Ionenfallen-Qubits angegeben. Die Installation wird für Ende 2027 erwartet, sobald das Rechenzentrum auf dem FIU-Campus fertiggestellt ist. Für die NVIDIA-Installation ist 2027 vorgesehen.
Welche Forschung die Kooperation ermöglichen soll
IonQ und NVIDIA wollen mit dem geplanten System die Kopplung von Quantenprozessoren und GPUs untersuchen. Zu den genannten Forschungsfeldern zählen die Optimierung von Finanzportfolios und die Modellierung finanzieller Risiken, Materialwissenschaften sowie computergestützte Chemie für die Wirkstoffforschung.
Die Unternehmen wollen außerdem offene Forschungsergebnisse und einen Leitfaden für künftige KI-Anwendungen erarbeiten. Diese Vorhaben sind Ziele der geplanten Zusammenarbeit.