Apple kann mit Kurzbefehle in iOS 27 aus einer Aufgabenbeschreibung eine Automation erstellen, die Aktionen über mehrere Apps hinweg verbindet. Für iPhone-Nutzer in Deutschland gilt jedoch Apples Support-Status vom 22. Oktober 2026: Siri AI ist für Einwohner der EU auf iOS nicht verfügbar. Die beschriebene KI-Erstellung lässt sich daher auf dem iPhone in Deutschland derzeit nicht nutzen.
Was Kurzbefehle aus einer Beschreibung macht
Bei Apples Funktion „Describe a shortcut“ beschreibt man eine Aufgabe in Alltagssprache. Kurzbefehle erstellt daraus eine Automation, die Aktionen über verschiedene Apps hinweg verknüpfen kann. Apple weist darauf hin, dass für Funktionen von Apple Intelligence Nutzungsbeschränkungen gelten können. Die Funktion und ihr Zweck stehen auf Apples Seite zu Apple Intelligence.
Voraussetzungen und Zugriff in Deutschland
Apples Support-Seite nannte am 22. Oktober 2026 Englisch als verfügbare Sprache für Siri AI. Geräte- und Siri-Sprache müssen übereinstimmen; außerdem hängen Zugriff und Einrichtung von einem geeigneten Gerät und einer unterstützten Region ab. Apple setzt Nutzer bei der Einrichtung auf eine Warteliste, deren Wartezeit variieren kann.
Für iPhone und iPad nennt Apple iOS 27 auf iPhone 15 Pro-Modellen und späteren Modellen, iPhone-16-Modellen und späteren Modellen, iPhone Duo sowie iPhone Air. Auf dem iPad setzt Siri AI iPadOS 27 und ein iPad mini (A17 Pro) oder ein iPad mit M1 oder neuer voraus. Diese Geräteanforderungen heben die EU-Sperre nicht auf: Apple führt Siri AI für Einwohner der EU auf iOS, iPadOS und watchOS als nicht verfügbar.
Auf dem Mac nennt Apple macOS 27 Golden Gate sowie ein MacBook Neo (A18 Pro) oder einen Mac mit M1 oder neuer. Für Einwohner der EU beschreibt Apple einen bedingten Zugang auf macOS und visionOS, wenn Geräte- und Siri-Sprache Englisch sind und die Region des Apple Accounts in der EU liegt.
Apple kündigte am 14. September 2026 an, Siri AI im folgenden Monat auf Spanisch auszuweiten. Die Apple-Support-Seite führte am 22. Oktober weiterhin Englisch als verfügbare Sprache auf.
Einen Kurzbefehl beschreiben, prüfen und verbessern
Der von Journalist Jared Newman geschilderte Ablauf besteht aus vier Schritten. Er beschreibt, wie er Kurzbefehle öffnet, auf „+“ tippt und die Aufgabe eingibt; anschließend prüft und verfeinert er das Ergebnis.
- Kurzbefehle öffnen und „+“ antippen. Damit beginnt die Erstellung eines neuen Kurzbefehls.
- Die gewünschte Aufgabe beschreiben. Formuliere, was der Kurzbefehl erledigen soll. Apple zufolge kann daraus eine Automation mit Aktionen in mehreren Apps entstehen.
- Die erzeugten Aktionen prüfen. Kontrolliere, ob die Schritte tatsächlich zur beschriebenen Aufgabe passen.
- Eine missverständliche Aktion korrigieren. Ergänze eine genauere Anweisung oder bearbeite die Aktion manuell.
Newman berichtete, dass sein erster Versuch mit einer dringenden Erinnerung lediglich eine Markierung setzte, statt den gewünschten Alarm einzurichten. Erst eine zusätzliche Klarstellung führte zu der gewünschten Anweisung. Das Beispiel zeigt, warum der Blick auf die erzeugten Aktionen wichtig ist: Eine passende Beschreibung allein garantiert nicht, dass der Kurzbefehl die Absicht richtig abbildet.
Beispiele für Alltag und Smart Home
SantiagOnTrack zeigt in einer spanischsprachigen Demonstration vier Aufgaben: eine Route nach Hause, eine Zusammenfassung des Tagesplans, eine per Diktat erstellte Einkaufsliste und eine Änderung der Farbe smarter Lampen bei Ankunft an einem Ort.
Newman schilderte außerdem einen Kurzbefehl, der ein laufendes Lied mit Shazam erkennt, einen YouTube-Link sucht, das Datum formatiert und den Eintrag in einer Obsidian-Notiz ergänzt. Solche Abläufe können mehrere Apps verbinden, ihre einzelnen Schritte müssen aber zur konkreten Aufgabe passen.
Kurzbefehle starten und Bedingungen nutzen
Newman zufolge lassen sich erstellte Kurzbefehle über das Kurzbefehle-Symbol oder per Siri-Aufruf mit Namen starten. Als weitere Möglichkeiten nannte er das Home-Bildschirm-Symbol, die Aktionstaste des iPhone und „Auf Rückseite tippen“. Eine Automation kann außerdem Bedingungen wie Uhrzeit, Standort, Batteriestand, Fokus oder das Öffnen einer App berücksichtigen.