Für Besitzer des iPad mini (A17 Pro) lohnt sich der Wechsel zum iPad mini mit A20 Pro vor allem dann, wenn OLED, das geringere Gewicht oder neuere Funkstandards den Ausschlag geben. Beide Modelle sind mit 60 Hz und bis zu zehn Stunden beworbener Akkulaufzeit angegeben. Eine höhere Bildwiederholrate oder längere beworbene Laufzeit gehört damit nicht zu den Unterschieden.

Apple kündigte das neue Modell am 26. Oktober 2026 an und setzte den Verkaufsstart auf den 6. November. Unser früherer Bericht behandelte OLED noch als Gerücht; inzwischen stehen Displaygröße und Chip fest.

OLED bringt mehr Kontrast, aber keine 120 Hz

Das iPad mini mit A20 Pro hat ein 8,5 Zoll großes OLED-Display, das iPad mini (A17 Pro) ein 8,3 Zoll großes LCD. Apple gibt für das neue Display ein Kontrastverhältnis von 2.000.000:1, eine Mindesthelligkeit von 1 Nit und 600 Nits bei ganzflächiger Darstellung von SDR- und HDR-Inhalten an. Als Spitzenhelligkeit nennt Apple bis zu 1.200 Nits. Das Vorgängermodell erreicht laut TechRepublic 500 Nits bei SDR.

Die OLED-Technik ist der deutlichste Bildschirmwechsel. Bei der Bildwiederholrate bleibt es laut TechRepublic dagegen bei 60 Hz: Das neue iPad mini bietet also kein ProMotion mit 120 Hz. Wer vor allem flüssigeres Scrollen sucht, bekommt diesen Grund für einen Wechsel nicht.

A20 Pro: Apples Leistungsangaben und die Speichervarianten

Apple beziffert den Leistungszuwachs des A20 Pro gegenüber der vorherigen Generation mit bis zu 60 Prozent bei der Mehrkern-CPU, dem 2,7-Fachen bei der Grafikleistung und dem 4,5-Fachen bei KI-Aufgaben. Das sind Apples Vergleichswerte. Apple nennt außerdem eine CPU mit bis zu sechs Kernen und eine GPU mit sieben Kernen.

Laut TechRepublic haben die Varianten mit 128 und 256 GB jeweils fünf CPU-Kerne, die 512-GB-Version dagegen sechs. Für das 512-GB-Modell nennt Apple zusätzlich eine Dual 16-Core Neural Engine. Wer das Tablet vor allem für Lesen, Videos oder Notizen nutzt, sollte die hohen Leistungsangaben daher nicht mit einer größeren Bildschirm- oder Akkulaufzeit verwechseln: Die konkreten Unterschiede liegen auch bei Display, Gewicht und Funktechnik.

Die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich

TechRepublic führt beide Modelle mit 60 Hz und einer beworbenen Laufzeit von bis zu zehn Stunden. Die Gewichtsangaben beziehen sich auf die WLAN-Version.

MerkmaliPad mini mit A20 ProiPad mini (A17 Pro)
Display8,5 Zoll OLED8,3 Zoll LCD
Bildwiederholrate60 Hz60 Hz
ChipA20 ProA17 Pro
WLANWi-Fi 7Wi-Fi 6E
Beworbene AkkulaufzeitBis zu 10 StundenBis zu 10 Stunden
Gewicht, WLAN-Version255 g293 g
Gehäusedicke5,4 mm6,3 mm
Frontkamera12 MP Center Stage, Querformat12 MP Center Stage, Hochformat

Leichter, widerstandsfähiger und anders verbunden

Die WLAN-Version des neuen iPad mini wiegt laut TechRepublic 255 Gramm; für das A17-Pro-Modell nennt der Vergleich 293 Gramm. Apple gibt die Dicke des neuen Geräts mit 5,4 Millimetern an, gegenüber 6,3 Millimetern beim Vorgänger. Wer das Mini häufig in einer Tasche mitnimmt oder länger in der Hand hält, bekommt damit ein leichteres und dünneres Gerät.

Apple nennt für das A20-Pro-Modell eine IP67-Einstufung gegen Staub und Wasser. Dazu kommen Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Die Mobilfunkversion unterstützt 5G und eSIM; Apples C2-Modem soll laut Hersteller bis zu 50 Prozent schnellere Mobilfunkdaten ermöglichen als beim vorherigen Mini. Das A17-Pro-Modell ist mit Wi-Fi 6E ausgestattet.

Auch die Frontkamera sitzt anders: Apple platziert die 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera des neuen Modells an der langen Gehäuseseite im Querformat. TechRepublic führt die Kamera des A17-Pro-Modells im Hochformat. Für Videoanrufe mit quer gehaltenem Tablet passt die Ausrichtung des neuen Modells damit besser zum üblichen Einsatz.

Beide Generationen sind mit bis zu zehn Stunden beworbener Akkulaufzeit angegeben. Apple kündigt für das neue Modell Schnellladen an. Laut TechRepublic lädt ein kompatibles Netzteil mit mindestens 35 Watt den Akku in etwa 30 Minuten auf 50 Prozent; das Netzteil wird separat verkauft.

Für die Nutzung an einem externen Monitor nennt Apple den erweiterten Bildschirmmodus mit iPadOS 27.2. Diese Softwareversion ist also Voraussetzung für diese Funktion.

Für wen lohnt sich der Wechsel?

Das iPad mini mit A20 Pro passt eher, wenn du den Wechsel zu OLED willst, das geringere Gewicht wichtig findest oder Wi-Fi 7, IP67 und die neuere Mobilfunktechnik gezielt nutzen möchtest. Auch die Querformat-Frontkamera kann für Videoanrufe mit gehaltenem Tablet eine praktische Änderung sein.

Beim iPad mini (A17 Pro) zu bleiben ist naheliegend, wenn dir das LCD, 60 Hz und die bisherige Leistung ausreichen. Die Angaben nennen keine höhere beworbene Akkulaufzeit beim neuen Modell. Für einen Umstieg sprechen daher vor allem die Displaytechnik, das leichtere Gehäuse und die ergänzten Schutz- und Funkmerkmale, nicht eine höhere Bildwiederholrate oder ein längerer Laufzeitwert.