Der US-Abgeordnete Jamie Raskin bat Apple am 28. September 2026 um eine Liste der Apps, die nach Bedenken des Justizministeriums entfernt wurden, und um eine unabhängige Prüfung der Entscheidungen. Es geht um ICEBlock und ähnliche Apps, die Apple 2025 aus dem App Store entfernte.
Raskin verlangt Auskunft zu den entfernten Apps
Raskin will erfahren, welche Apps Apple nach den Bedenken des Justizministeriums aus dem App Store nahm. Außerdem fordert er eine unabhängige Prüfung dieser Entscheidungen. Er sieht durch die Löschungen möglicherweise Rechte aus dem ersten Verfassungszusatz der USA beeinträchtigt, darunter das Recht, staatliches Handeln zu dokumentieren und darüber zu berichten.
Apple begründet die Löschungen mit Sicherheitsrisiken
ICEBlock ermöglichte es Nutzerinnen und Nutzern, Sichtungen und Standorte von ICE-Beamten zu melden. Apple erklärte, genaue Standortinformationen könnten die Beamten und Menschen in ihrer Nähe dem Risiko gezielter Gewalt aussetzen.
In einem Schreiben an Raskin im Juli 2026 führte Apple eine spätere Überprüfung der Apps auf Berichte von Behörden über zunehmende Aktivitäten und Bedrohungen gegen ICE sowie auf den Schusswaffenangriff in Dallas zurück. Bei dem Angriff auf eine ICE-Einrichtung starben am 24. September 2025 zwei Inhaftierte.
Raskin bestreitet einen direkten Zusammenhang zwischen dem Angriff und den Apps. Die Sicherheitsbegründung und seine Kritik bilden damit zwei unterschiedliche Positionen zur Entscheidung Apples.
Die Positionen im Verfahren von Joshua Aaron
Joshua Aaron, der ICEBlock entwickelte und in einem separaten Verfahren gegen die Regierung vorgeht, wirft Regierungsvertretern vor, auf Apple eingewirkt zu haben. Die US-Regierung beantragte, Aarons Klage abzuweisen, und argumentiert, Apple habe die Apps eigenständig moderiert.