Am 10. Oktober 2026 forderte Brasiliens Oberstes Wahlgericht, das Tribunal Superior Eleitoral (TSE), Meta laut einem Bericht von France 24 unter Berufung auf AFP binnen 48 Stunden zu Erklärungen auf. Es ging um mögliche Einschränkungen bei Inhalten aus dem Wahlkampf von Luiz Inácio Lula da Silva und Auffälligkeiten bei Videoaufrufen. Der TSE verlangte damit Aufklärung zu den Vorwürfen; über eine Wahlbeeinflussung entschied er laut dem Bericht nicht. France 24 berichtete am 11. Oktober über den Fall.
Was Lula-Wahlkampf Meta vorwarf
Lula’s Wahlkampfteam erklärte, sein Instagram-Profil habe Beiträge aus dem Feed nicht bewerben können. Bei einem Beitrag seien außerdem die Aufrufzahlen zeitweise nicht angezeigt worden, was dessen Reichweite beeinträchtigt habe. Auch die Profile von Lula und anderen linken Politikern seien vor dem ersten Wahlgang in der Instagram-Suche verschwunden, so die Vorwürfe der Kampagne.
Das Team reichte Beschwerde beim Wahlgericht ein. Es vermutete, die beschriebenen technischen Probleme könnten der Kandidatur von Flavio Bolsonaro nützen. Diese Einschätzung stammt von der Kampagne.
Was der TSE von Meta wissen wollte
Nach dem Bericht sollte Meta einzeln aufschlüsseln, welche Maßnahmen auf Lulas offiziellen Konten angewandt worden waren. Außerdem sollte das Unternehmen Auffälligkeiten bei den Video-Metriken erklären. Der TSE fragte demnach, ob die Reichweite von Wahlkampfbeiträgen verringert worden sei.
Metas Antwort auf die Vorwürfe
Meta wies die Anschuldigungen zurück. Gegenüber AFP erklärte das Unternehmen, einige der genannten technischen Probleme hätten weder ausschließlich Brasilien noch einzelne Konten betroffen. Meta erklärte außerdem, die Wahlvorschriften einzuhalten und sich für faire Bedingungen bei der Nutzung seiner Plattformen einzusetzen.