Meta sagte laut einem Bericht am 28. Oktober, vor Änderungen an seinen Geschäftsbedingungen erst Branchenverbände und Vertreter der Branche zu konsultieren. WAN-IFRA fordert trotzdem, die umstrittenen Bestimmungen zurückzunehmen und Verlagen zu erlauben, die zusätzliche Nutzung ihrer Inhalte abzulehnen, ohne Nachteile beim Zugang zu Meta-Plattformen, bei der Verbreitung oder bei Weiterleitungen hinnehmen zu müssen.
Was WAN-IFRA von Meta verlangt
Die Verlegerorganisation verlangt, dass Medien jeder Größe der Erfassung oder Wiederverwendung ihrer Inhalte widersprechen können, ohne dadurch Zugang, Reichweite oder Weiterleitungen zu verlieren. Außerdem sollen die Bedingungen für die Nutzung journalistischer Inhalte ausgehandelt und Verlage dafür bezahlt werden. Die Forderung ist Teil der Auseinandersetzung um Metas Commercial Terms und Self-Serve Ad Terms.
Welche Bestimmung in der Kritik steht
15M beschrieb eine Klausel, die automatisierten Programmen den Zugriff auf Domains, Seiten und URLs ermöglichen sollte, die mit geschäftlichen Produkten oder Dienstleistungen verbunden sind. Meta habe in einer überarbeiteten Fassung den ausdrücklichen Hinweis auf das Training seiner Produkte entfernt, die Bestimmung zum Crawlen von Websites aber beibehalten. Crawling bezeichnet den automatisierten Abruf und die Erfassung von Webseiten.
15M zufolge erklärte Meta, seine Crawling-Praxis ändere sich nicht; Website-Betreiber könnten ihre Präferenzen über die Datei robots.txt signalisieren. Die Organisation berichtete damit sowohl über die geänderte Formulierung als auch über die fortbestehende Crawl-Bestimmung.
Ein am 23. Oktober veröffentlichtes Video von The Verge behandelt die damalige Änderung der Bedingungen und die Reaktion von Verlagen. Meta sagte laut den späteren Berichten am 28. Oktober Konsultationen vor Änderungen zu.
Separater Gerichtsfall in Norwegen
15M berichtete, das Oslo District Court habe Meta untersagt, die umstrittenen Bedingungen in Norwegen einzuführen, bis ihre Rechtmäßigkeit geklärt ist. Dem Bericht zufolge standen zehn norwegische Medienunternehmen hinter dem Verfahren.