Am 18. Oktober 2026 berichteten Merca2.es und Moncloa.com, die Georgia Public Service Commission habe Googles NU-1-Abonnementprogramm genehmigt. Die Berichte nannten 2028 als erwarteten Zeitpunkt, ab dem die zusätzlichen rund 96 Megawatt ins Netz gelangen sollen.
Am 21. September 2026 hatten Georgia Power und Google die Vereinbarung bekannt gegeben. Georgia Power erklärte damals, die Genehmigung stehe noch aus. An diesem Tag reichte der Versorger den NU-1-Tarif und den Nachrüstungsantrag für die Blöcke Hatch 1 und 2 ein (Mitteilung von Georgia Power, Docket 44280, Docket 56002).
Was Google über den NU-1-Tarif finanziert
Der Nuclear Uprate (NU-1) ist ein neuer Stromtarif, den Google abonnieren soll, um die Leistungserhöhungen an bestehenden Reaktorblöcken zu unterstützen. Google soll außerdem Zero-Emission Credits (ZECs) erhalten. Diese Gutschriften stehen für die CO₂-freien Eigenschaften des Stroms aus den nachgerüsteten Anlagen. Die zusätzliche Leistung ist nach Angaben von Georgia Power für Kunden des Versorgers vorgesehen.
Die Arbeiten betreffen Georgia Powers Anteile an vier bestehenden Blöcken im US-Bundesstaat Georgia: Vogtle 1 und 2 sowie Hatch 1 und 2. Georgia Power nennt Änderungen an Turbinen, Pumpen, Motoren und Kühlsystemen. Damit soll die genehmigte thermische Leistung steigen und mehr Wärme und Dampf zum Turbinengenerator gelangen. Brennstoffdesign und Infrastruktur der Anlagen bleiben erhalten (Angaben von Georgia Power zum NU-1-Modell).
Was die Prognosen für Kunden bedeuten
Georgia Power erwartet rund 96 Megawatt zusätzliche Leistung für das Netz und beziffert den prognostizierten Kundennutzen über die Betriebsdauer der Blöcke auf rund 900 Millionen US-Dollar. Beide Werte sind Erwartungen des Versorgers, keine bereits erreichten Ergebnisse (Prognosen von Georgia Power).
Der Betrag beschreibt einen erwarteten Gesamtnutzen über die Laufzeit, keine zugesagte Gutschrift für einzelne Haushalte. Georgia Power zufolge soll das Tarifmodell Kunden, die nicht teilnehmen, vor zusätzlichen Kosten der Nachrüstung schützen. Das ist keine Zusage, dass die Stromrechnungen privater Haushalte sinken.