Bei der SCTE TechExpo am 30. September 2026 schilderten Führungskräfte von Liberty Latin America, wie vorab positionierte Starlink-Terminals den Wiederaufbau beschädigter Mobilfunkstandorte in Jamaika unterstützten. Etwa zwei Monate nach Hurrikan Melissa waren nach Angaben des Unternehmens noch 73 seiner 780 4G-Standorte offline.

Liberty Latin America setzte Starlink als Satelliten-Backhaul ein: Die Terminals stellten eine Satellitenanbindung für einzelne Mobilfunkstandorte bereit. Nach dem Hurrikan waren laut Liberty 558 der 780 jamaikanischen 4G-Standorte ausgefallen.

Vorbereitung und Wiederaufbau an den Mobilfunkstandorten

Liberty hatte den Einsatz von Satellitenbreitband für den Backhaul zuvor getestet, Netzwerkkonfigurationen vorbereitet, Terminals vorab positioniert und Teams geschult. Für die Wiederinbetriebnahme betroffener Standorte mussten auch Generatoren laufen. Mario Rueda, bei Liberty Latin America für Transportimplementierung und Betrieb zuständig, gab die typische Installation eines Terminals mit zwei Stunden an.

Zwei Momentaufnahmen des Netzwiederaufbaus

Liberty Latin America nannte zwei Zwischenstände nach dem Hurrikan. Die Zahlen beziehen sich auf Standorte mit Starlink-Terminals und auf offline gebliebene 4G-Standorte des Unternehmens.

Zeitraum nach MelissaStandorte mit Starlink-TerminalsLiberty-4G-Standorte offline (von 780)
Etwa ein Monat163195
Etwa zwei Monate27773

Mobilfunk-Backhaul und Direct to Cell

Die Terminals an den Mobilfunkstandorten dienten dem Backhaul. Libertys separate Ankündigung vom 29. Oktober 2025 betraf dagegen Starlink Direct to Cell für Kundinnen und Kunden von FLOW Jamaica. Sie nannte Daten-, SMS- und Textkommunikation über das Satellitennetz und verwendete nach Angaben des Unternehmens von jamaikanischen Behörden genehmigtes Spektrum.