Ein Vergleich mit einem Framework Laptop 13 Pro zeigt für Linux 7.3 Git einen knapp 3 Prozent höheren geometrischen Mittelwert als für das stabile Linux 7.2. Das System nutzte einen Intel Core Ultra X9 388H, Ubuntu 26.04 LTS und einen Entwicklungsstand des kommenden Kernels. Die größten Fortschritte lagen bei Speicher-I/O und Netzwerk; typische CPU-Workloads veränderten sich dagegen kaum.
Was bei Intel Panther Lake verglichen wurde
Panther Lake ist Intels Codename für die mobilen Prozessoren der Core Ultra Series 3. Für den Vergleich lief derselbe Framework Laptop 13 Pro mit zwei Kernelständen:
| Merkmal | Linux 7.2 | Linux 7.3 Git |
| Entwicklungsstand | Stabile Version | Entwicklungsstand aus dem Git-Zweig |
| Gesamtergebnis auf dem Testsystem | Ausgangswert | Geometrischer Mittelwert knapp 3 Prozent höher |
| Prozessor | Intel Core Ultra X9 388H | Intel Core Ultra X9 388H |
| Betriebssystem | Ubuntu 26.04 LTS | Ubuntu 26.04 LTS |
| Speicherlaufwerk für die I/O-Tests | WD_BLACK SN7100 PCIe Gen4 NVMe SSD | WD_BLACK SN7100 PCIe Gen4 NVMe SSD |
Getestet wurden unter anderem Speicherzugriffe, Netzwerk, Intel-Xe3-Grafik, CPU-Anwendungen, PyTorch, OpenSSL, Valkey und Stress-ng. Die Ergebnisse beziehen sich auf genau diese Hardware- und Softwarekonfiguration.
Wo Linux 7.3 zulegt
Bei den Speicher-Tests verbesserten sich die Ergebnisse für 4K-Zufallslesen, 4K-Zufallsschreiben und sequenzielles Lesen. Sequenzielle Schreibvorgänge blieben dagegen praktisch unverändert. Das ist ein nützlicher, aber klar abgegrenzter Vorteil: Linux 7.3 beschleunigte nicht jede I/O-Disziplin gleichermaßen.
Auch die lokalen Netzwerk-Tests fielen unter Linux 7.3 besser aus. In den Stress-ng-Mikrobenchmarks zeigte sich zudem ein deutlicher Fortschritt bei einem NUMA-bezogenen Test. NUMA beschreibt den Zugriff auf Speicherbereiche, die unterschiedlichen Prozessorbereichen zugeordnet sind. Die Mutex-Leistung war ebenfalls höher; Mutexes koordinieren den exklusiven Zugriff mehrerer Prozesse auf gemeinsam genutzte Ressourcen.
Was nahezu gleich blieb
Typische CPU-Workloads änderten sich weitgehend nicht. Einige Anwendungen legten zwar leicht zu, ein allgemeiner CPU-Schub lässt sich daraus aber nicht ableiten. Der knapp 3 Prozent höhere geometrische Mittelwert entsteht somit vor allem durch einzelne Workload-Bereiche und nicht durch eine gleichmäßige Beschleunigung sämtlicher Tests.
Unverändert blieb außerdem der CPU-Energieverbrauch des Intel Core Ultra X9 388H zwischen Linux 7.2 und Linux 7.3 Git. Der gemessene Leistungszuwachs ging in dieser Konfiguration also nicht mit einem höheren CPU-Verbrauch einher.
Was das für andere Panther-Lake-Laptops bedeutet
Für Besitzer eines Panther-Lake-Systems ist das Ergebnis ein interessantes Signal für die Linux-Entwicklung, aber keine pauschale Leistungszusage. Getestet wurde ein einzelnes Framework Laptop 13 Pro mit einem Intel Core Ultra X9 388H und Ubuntu 26.04 LTS. Andere Notebooks können sich bei Firmware, Kühlung, Speicher, Laufwerk und Treibern unterscheiden.
Entscheidend ist außerdem der Kernelstand: Linux 7.3 Git war in diesem Vergleich ein Entwicklungsbuild. Die konkreten Fortschritte bei I/O, Netzwerk, NUMA und Mutex-Tests sind deshalb als Ergebnis dieser getesteten Version und Plattform einzuordnen.