Die Finnish Supervisory Agency (LVV) ordnete am 6. Oktober 2026 laut Bericht gegenüber Tuike Finland Oy, der Vertreterin von Google, die Aussetzung bestimmter Vorarbeiten an geplanten Rechenzentrumsprojekten in Muhos und Kajaani an. Betroffen sind Maßnahmen, die die Umwelt erheblich verändern könnten; im Mittelpunkt stehen vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfungen.

NeoTeo hatte zuvor über Googles Ausbaupläne in Finnland und Donald Trumps Kritik daran berichtet. Die nun gemeldete Anordnung betrifft die Umweltprüfungen zu den geplanten Standorten.

Die Anordnung betrifft bestimmte Vorarbeiten

Die LVV untersuchte, ob Wald gerodet wurde, bevor die vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfungen abgeschlossen waren. Tommi Muilu, Leiter der Umweltabteilung der LVV, beschrieb die Arbeiten als Fällen von Bäumen, Abtragen des Oberbodens, Anlegen interner Straßen und Lagerflächen sowie Änderungen an Gräben.

Fristen und Googles Reaktion

Tuike Finland sollte der LVV bis zum 14. Oktober 2026 seine Erklärung und die geplanten nächsten Schritte vorlegen. Die erfassten Vorarbeiten sollten spätestens am 23. Oktober ausgesetzt sein.

Google erklärte durch Sprecher Sondre Ronander, das Unternehmen werde die Feststellungen der LVV prüfen und deren Anweisungen befolgen. Ronander räumte außerdem ein, Google habe in diesem Fall die eigenen Standards nicht erfüllt, und sagte, das Unternehmen habe in gutem Glauben gehandelt.

Zu Googles Landschafts- und Biodiversitätsplänen gehört nach Ronanders Darstellung auch, in Muhos auf 130 Hektar Bäume zu pflanzen.