Beim MacBook Pro 14 Zoll mit M6 stehen zwei unterschiedliche Arten von Ergebnissen nebeneinander: Tom’s Hardware maß bei seinem Testgerät höhere Geekbench-Werte und eine längere Laufzeit als beim eigenen M5-Vergleichsgerät. Apples Aussage, der M6 beschleunige KI-Arbeitslasten um bis zu 25 Prozent, ist dagegen ein Herstellervergleich mit einer ausdrücklich benannten M5-Konfiguration. Apple nannte für Siri AI macOS 27.2 Beta als Voraussetzung.

Bei fest verlötetem Arbeitsspeicher und SSD entscheidet die gewählte Konfiguration darüber, wie viel interner Speicher dir später zur Verfügung steht.

Wer zusätzlich die Logic-Pro-Tests des 16-Zoll-Modells mit M5 Max einordnen möchte, findet sie in unserer früheren Analyse.

Apples KI-Aussage bezieht sich auf einen bestimmten M5-Vergleich

Apple erklärte am 27. Oktober 2026, die Grafikleistung des M6 liege bis zu 30 Prozent und die Leistung bei KI-Arbeitslasten auf dem Gerät bis zu 25 Prozent über der des M5. Als Vergleichsgerät für diese Angaben nannte Apple ein 14-Zoll-MacBook-Pro mit M5, 10-Core-CPU, 10-Core-GPU, 32 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher und 4 TB SSD. Das sind Apples Herstellerangaben, keine Messwerte aus Tom’s Hardware’ Review. Apples Ankündigung verknüpfte Siri AI außerdem mit macOS 27.2 Beta.

Tom’s Hardware: die Messwerte für M6 und M5

Tom’s Hardware testete ein MacBook Pro mit M6, 16 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher und 1 TB SSD und verglich es mit einem eigenen M5-Testgerät. Die Ergebnisse beziehen sich auf diese Geräte und die jeweiligen Testläufe:

Test und BedingungMacBook Pro 14 Zoll mit M6MacBook Pro 14 Zoll mit M5
Geekbench 6, Einkern4.7524.288
Geekbench 6, Mehrkern21.18417.926
HandBrake, 4K-zu-1080p-Umwandlung2 Min. 50 Sek.3 Min. 31 Sek.
Akkutest: Web, OpenGL und Video bei 150 cd/m²19 Std. 5 Min.18 Std. 14 Min.
Übertragung einer 25-GB-Datei per SSD1.914,23 MB/s1.917,35 MB/s

Für das Umwandeln eines 4K-Videos brauchte das M6-Gerät in diesem Test 41 Sekunden weniger. Beim 25-GB-Dateitransfer lagen die gemessenen Werte dagegen fast gleichauf. Tom’s Hardware maß außerdem 571,4 cd/m² Displayhelligkeit beim M6-Gerät und 558 cd/m² beim M5-Vergleich.

Ausstattung und Grenzen der getesteten Konfiguration

Das getestete M6-Modell hat eine 12-Core-CPU, eine 12-Core-GPU, 16 GB gemeinsamen LPDDR5x-Arbeitsspeicher und eine 1-TB-SSD. Tom’s Hardware beschreibt das 14,2-Zoll-Display als IPS-Panel mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, einer Auflösung von 3.024 × 1.964 Pixeln und 120 Hz. Es ist kein OLED-Display. Bei den Anschlüssen gibt es drei Thunderbolt-4-Ports, HDMI 2.1, einen SDXC-Kartenleser, einen 3,5-mm-Klinkenanschluss und MagSafe 3. Hinzu kommen Wi-Fi 7 und Bluetooth 6; Thunderbolt 5 gehört laut Review nicht dazu.

Arbeitsspeicher und SSD sind verlötet und lassen sich intern nicht nachträglich erweitern. Tom’s Hardware nennt für die Konfiguration vor dem Kauf Optionen mit 24 oder 32 GB Arbeitsspeicher sowie 2 oder 4 TB SSD. Wer große Projekte oder viele lokale Daten einplant, muss die passende Kapazität daher gleich auswählen.

Preis in Deutschland und das Netzteil

José Tecnofanático packt das silberne MacBook Pro mit M6 aus und zeigt das USB-C-auf-MagSafe-3-Kabel sowie ein 70-W-Netzteil.

Am 7. November 2026 listete Apples deutscher Store das MacBook Pro 14 Zoll mit M6, 16 GB Arbeitsspeicher, 1 TB SSD und Standarddisplay für 2.299 €. Die Variante mit Nanotexturglas und derselben Speicherbestückung kostete 2.464 €. Apples deutscher Store führt die Konfiguration ohne Netzteil; ein passendes Netzteil lässt sich ergänzen.

Ein spanischsprachiges Unboxing von José Tecnofanático zeigt ein silbernes Gerät sowie ein USB-C-auf-MagSafe-3-Kabel und ein 70-W-Netzteil:

Für alltägliche Aufgaben wie Surfen und Büroarbeit halten einige Teilnehmer einer Reddit-Kaufdiskussion ein MacBook Air für ausreichend und schätzen dessen geringeres Gewicht. Andere sehen den Bildschirm, die Lautsprecher und die Anschlüsse des Pro-Modells als Gründe für den Aufpreis. Das sind persönliche Einschätzungen, keine kontrollierten Vergleichsmessungen.