Am 5. November beschrieb Bloomberg Law private Klagen und mögliche Schritte von US-Bundesbehörden als denkbare Wege für Menschen in den USA, die durch den Hack von Binance.com Schäden geltend machen. Im Mittelpunkt stand die Offshore-Plattform Binance.com und die Reichweite möglicher US-Aufsicht.
Eine mögliche Klage, eine behördliche Ermittlung und eine politische Forderung nach Aufsicht sind verschiedene Vorgänge.
Welche Rechtswege für Menschen in den USA diskutiert wurden
Die Analyse beschreibt zwei mögliche Wege: Betroffene könnten privat klagen, oder Bundesbehörden könnten tätig werden. Der Bericht bezieht diese Überlegungen auf Binance.com. Die technische Vorgeschichte, darunter Binances Darstellung zum Zugang auf den Wallet-Signaturdienst, fasst ein früherer NeoTeo-Bericht zusammen.
Was Lundy zu Binance.US und Sammelklagen sagte
James G. Lundy, Partner bei Foley & Lardner, sagte, Binance.US sei von dem Vorfall nicht betroffen gewesen; betroffen sei die internationale Einheit. Seine Einschätzung bezog sich damit auf Binance.com, nicht auf Binance.US. Lundys Einordnung umfasst auch die Aussichten großer Sammelklagen.
Bloomberg Law bezifferte den Wert der gestohlenen Token auf rund 6 Milliarden US-Dollar und berichtete, Binance habe 98 Prozent der Token wieder aufgefüllt. Lundy verwies auf eine Wiederauffüllung von etwa 95 bis 98 Prozent und hielt große Sammelklagen deshalb für vergleichsweise fernliegend. Das ist seine juristische Einschätzung; die Prozentangaben beschreiben die Wiederauffüllung insgesamt und nicht den individuellen Schaden eines einzelnen Nutzers.
Ermittlungsarbeit und Regulierungsdebatte
Bloomberg Law berichtete am 30. Oktober, das FBI koordiniere sich mit Partnern und Ermittler des US Secret Service arbeiteten mit Partnern aus der Privatwirtschaft an der Rückgewinnung gestohlener Vermögenswerte. Der Bericht über die Ermittlungen beschreibt Ermittlungs- und Rückgewinnungsarbeit.
Daneben stand die politische Debatte über die Aufsicht von Offshore-Kryptobörsen. CFTC-Vorsitzender Michael Selig warb nach dem Diebstahl für eine stärkere Bundesaufsicht, wie PYMNTS berichtete. Der Anwalt Stephen Piepgrass verwies auf begrenzte Personalkapazitäten bei der CFTC und nannte Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten sowie den Kongress als mögliche weitere Akteure. Piepgrass’ Einschätzung beschreibt mögliche Rollen und institutionelle Hürden.
Vorsicht vor angeblichen Entschädigungsangeboten
Binance warnte laut einem Bericht von CryptoNews vor Betrügern, die bevorzugte Auszahlungen oder Hilfe bei Entschädigungen anbieten. Der Bericht gibt die Warnung wieder. Teile niemandem Passwörter, Zwei-Faktor-Codes oder eine Seed-Phrase mit und zahle keine Gebühr für eine vermeintliche Auszahlung. Prüfe Mitteilungen zu deinem Konto über offizielle Binance-Kanäle.