Am 14. Oktober 2026 haben mehrere US-Bundesstaaten Klagen gegen OpenAI eingereicht oder entsprechende Schritte angekündigt. Sie werfen dem Unternehmen vor, ChatGPT stelle Risiken für Minderjährige dar – darunter problematische Antworten zu Selbstverletzung und gefährliche Ratschläge. Das sind Vorwürfe der klagenden Staaten, keine gerichtlichen Feststellungen. Zeitgenössische Berichte beschreiben die Vorwürfe; die Arkansas Attorney General’s Office erläutert die eigene Klage des Bundesstaats genauer.
Was die Staaten ChatGPT vorwerfen
Zu den in den Berichten genannten Vorwürfen gehören Antworten, die Selbstverletzung begünstigt oder gefährliche Ratschläge erteilt haben sollen. Außerdem werfen die Staaten OpenAI vor, ChatGPT als sicher dargestellt zu haben, obwohl Risiken für Kinder und andere Nutzer bestanden hätten. Welche Ansprüche in den einzelnen Klagen erhoben werden, ist nicht für alle Staaten gleich beschrieben. Die Berichte von Anadolu Agency und Cadena SER geben die Vorwürfe wieder; sie belegen keine gerichtliche Entscheidung darüber.
Was Arkansas in seiner Klage fordert
Arkansas’ Generalstaatsanwalt Tim Griffin erklärte am 14. Oktober, der Bundesstaat habe eine eigene Klage gegen OpenAI eingereicht. Arkansas macht Verstöße gegen Verbraucherschutz- und Online-Datenschutzgesetze zum Schutz von Kindern geltend. Hinzu kommen Vorwürfe der Fahrlässigkeit, fehlerhaften Produktgestaltung, unzureichender Warnungen, ungerechtfertigter Bereicherung und einer Beeinträchtigung des öffentlichen Wohls. Die Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft von Arkansas beschreibt diese Ansprüche für Arkansas’ Verfahren.
Der Bundesstaat fordert unter anderem Offenlegungen zu ChatGPT-Risiken, Rückerstattungen, zivilrechtliche Geldbußen und gerichtliche Anordnungen zu den behaupteten Rechtsverstößen und zur Erhebung von Daten Minderjähriger. Außerdem beantragt Arkansas eine Pause für bestimmte fortgeschrittene KI-Tests und Modelle zur rekursiven Selbstverbesserung, bis angemessene Schutzvorkehrungen bestehen. Das sind Forderungen in Arkansas’ Klage; sie beschreiben nicht automatisch die Anträge der anderen Bundesstaaten.
Wie OpenAI reagiert
OpenAI-Sprecher Drew Pusateri erklärte, das Unternehmen habe altersbezogene Schutzmaßnahmen eingerichtet, darunter elterliche Kontrollen, Pausenerinnerungen und altersgerechte Modellvorkehrungen. Zudem wolle OpenAI mit Fachleuten und Bundesstaaten an KI-Regeln arbeiten. Abruzzo News gab Pusateris Stellungnahme wieder.