Meta meldet am 19. Oktober 2026 in einem Beitrag auf Meta Engineering, dass die erste Phase des KI-Superclusters Prometheus abgeschlossen sei. Sie sei zum Training von Muse-Modellen, darunter Muse Wonder, genutzt worden. Prometheus steht in New Albany im US-Bundesstaat Ohio.

Die Meldung betrifft die erste Ausbaustufe, nicht das Endziel: Meta beziffert den bisherigen Bestand auf Hunderttausende GPUs und will den Cluster auf rund eine Million ausbauen.

Prometheus wächst über die erste Phase hinaus

Meta beschreibt Catalina mit NVIDIA GB200 NVL72 und Clemente mit NVIDIA GB300 NVL72 als die derzeit eingesetzten Plattformen. Beide bündeln 72 GPUs. Für Catalina nennt Meta insgesamt 13,4 TB HBM3e-Speicher, für Clemente 20,7 TB. Als nächste Plattform plant das Unternehmen San Miguel auf Basis von Vera Rubin.

Die Gebäudenetzwerke verbinden Meta zufolge jeweils bis zu 20.736 GPUs. Die übergeordnete Backend Aggregation (BAG) verknüpft diese Netzwerke über Entfernungen von 2 km bis mehr als 100 km. Das frühere NeoTeo-Stück über Prometheus’ Netzwerk und Bauweise bietet dazu weiteren Hintergrund.

Auch die Kühlung unterscheidet sich je nach Gebäudetyp: Meta setzt in Gebäuden mit freier Luftzufuhr und in schnell errichteten Strukturen auf luftunterstützte Flüssigkeitskühlung. Ein eigens für KI ausgelegtes Gebäude nutzt laut Unternehmen Facility Liquid Cooling.

Welche Betriebswerte Meta nennt

Für Muse-Wonder-Läufe gibt Meta beim Vortraining einen Goodput, also nutzbaren Durchsatz, von mehr als 85 Prozent an. Bei Läufen mit Reinforcement Learning, einem Verfahren, bei dem ein Modell durch Rückmeldungen lernt, seien es mehr als 90 Prozent. Die mittlere Zeit zwischen Unterbrechungen (MTBI) beziffert Meta zunächst auf rund 47.000 GPU-Stunden und nach späteren Änderungen an der GPU-Flotte auf mehr als 54.000 GPU-Stunden.

Meta meldet außerdem eine Verringerung der Unterbrechungen um 99 Prozent gegenüber einem Spitzenwert von nahezu 1.000 Ereignissen je 8.000 GPUs und Tag in der Anfangsphase Mitte 2025. Das Unternehmen gibt diese Werte als eigene Betriebsangaben an.

Was externe Einträge zu den Anlagen aufführen

Baxtel führt „Prometheus 2“ als in Betrieb, nennt 2026 als Baujahr und gibt eine Leistung von 100 MW an (Baxtel). Interconnection.fyi listet „Meta Prometheus“ mit mehr als 250 MW als in Betrieb; der Eintrag nennt 2024 als tatsächliches und 2026 als geplantes Inbetriebnahmedatum (Interconnection.fyi).