Bei einem mehrtägigen Praxistest mit Meta Muse erledigte der Agent einzelne Web- und Einkaufsschritte. Zugleich schlug er wiederholt vor, sensible Konten und persönliche Daten anzubinden. Die Ergebnisse des Tests wurden am 20. September 2026 veröffentlicht; sie beschreiben Beobachtungen aus einem einzelnen Test.

Meta hatte Muse am 8. September 2026 für einen Rollout in den USA auf iOS, Android und im Web angekündigt.

Was Muse im Praxistest erledigte

Muse legte ein Sandwich in den Abholwarenkorb einer Bäckerei und wartete vor dem Abschluss auf die Freigabe des Nutzers. Außerdem fand der Agent Sofaangebote im Facebook Marketplace und griff einen bevorzugten Treffer später wieder auf.

Die Beispiele zeigen, wie Muse Websuche und mehrstufige Aufgaben verbinden soll: Der Agent bearbeitet einen Auftrag und kann anschließend zu einem ausgewählten Ergebnis zurückkehren. Beim Einkauf blieb die letzte Freigabe beim Nutzer.

Welche Daten Muse zur Verknüpfung vorschlug

Im Test schlug Muse vor, Giro- und Sparkonten anzubinden, einen Posteingang zu durchsuchen, Dokumente zu fotografieren und Ablaufdaten von Reisepass oder Führerschein mitzuteilen. Die Vorschläge reichten damit von Finanzinformationen bis zu persönlichen Identitätsdaten.

Welche Kontrollen Meta beschreibt

Meta zufolge erhält jeder Nutzer eine isolierte Cloud-VM, also eine virtuelle Maschine auf einem Server. Ein separates System namens Sentinel steuert Berechtigungen für verbundene Dienste und ausgehende Netzwerkverbindungen. Zugangsdaten liegen laut Meta getrennt von der Agentenumgebung; das Hauptmodell soll die echten Zugangsdaten nicht sehen.

Meta erklärt zugleich, dass diese Architektur einen Zugriff durch das Unternehmen nicht technisch ausschließt, wenn er für Betrieb, Sicherheit oder Support des Dienstes erforderlich ist.

Die Nutzung von Muse-Interaktionen zur Entwicklung und Verbesserung von KI-Modellen ist laut Meta bei der ersten Verwendung eingeschaltet. Nutzer können sie in den Einstellungen unter Datenkontrollen deaktivieren; die Änderung gilt nach Angaben des Unternehmens auch für frühere Interaktionen. Meta sagt außerdem, Trainingsverläufe würden bereinigt, um wichtige Angaben zu entfernen, mit denen sich Personen identifizieren lassen.

Davon getrennt ist Memory, die Funktion, mit der Muse Informationen und Vorlieben für spätere Aufgaben festhalten kann. Im getesteten Stand ließ sich das Memory-Dokument bearbeiten oder auf Aufforderung leeren; im Test fand sich kein Schalter, um die Erinnerungsfunktion vollständig abzuschalten. Meta weist darauf hin, dass gelöschte Inhalte in erlernten Erinnerungen verbleiben können, bis die Funktion zum Vergessen genutzt wird.