Microsoft kündigte am 19. Oktober 2026 Guardian Agents als Aufsichtsteam innerhalb von Project Perception an. Bei steigendem Risiko sollen sie laut Unternehmen Berechtigungen begrenzen, menschliche Freigaben verlangen und im äußersten Fall die Laufzeitumgebung isolieren oder die Ausführung stoppen. Microsofts Infografik zum Beitrag nennt MXC-Container allgemein verfügbar und weitere Fähigkeiten Private Preview.

Wie Guardian Agents Risiken eindämmen sollen

Microsoft teilt die Aufgaben so auf: Menschen setzen Ziele, Richtlinien, Freigabegrenzen und Delegationsregeln. Playbooks koordinieren Schutzmaßnahmen. Guardian Agents untersuchen veränderte Risiken und können Eindämmung empfehlen oder anwenden.

Vier Aufgaben sollen dabei ineinandergreifen: Agenten erfassen, ihre Zugriffe begrenzen, Daten und Systeme schützen und die Schutzmaßnahmen an neue Risiken anpassen. Microsoft beschreibt diese Sicherung für Identitäten, Berechtigungen, Daten, Endgeräte, Netzwerke, Cloud und Laufzeitumgebungen.

Die Aufgabenteilung passt zu Satya Nadellas früherer Forderung, die Kontrolle über fortgeschrittene KI beim Menschen zu belassen. NeoTeo hat Nadellas Position zur menschlichen Kontrolle eingeordnet.

Welche Reaktionen Microsoft vorsieht

Dynamic Agent Risk soll fortlaufend Signale aus Identität, Daten, Endgeräten, Cloud, Netzwerk, Laufzeitumgebung und Agentenaktivität auswerten. Dynamic Conditional Access soll Richtlinien an veränderte Risiken anpassen. Für einzelne Aufgaben beschreibt Microsoft außerdem Dynamic Permissions: Ein Agent soll ohne eigene Berechtigungen starten und nur den Zugriff erhalten, den die genehmigte Aufgabe für ihre Dauer erfordert. Richtlinien der Organisation setzen dabei den äußeren Rahmen.

Je nach Situation kann das System laut Microsoft:

  • Lesezugriffe erhalten und Schreibzugriffe sperren;
  • erreichbare Ressourcen oder Netzwerkpfade einschränken;
  • zeitlich begrenzte Zugriffe verkürzen oder entziehen;
  • für folgenreiche Aktionen eine verifizierte menschliche Freigabe verlangen;
  • bei hohem Risiko die Laufzeitumgebung isolieren oder die Ausführung stoppen.

Die Ankündigung beschreibt damit die vorgesehene Schutzlogik, keine gemessene Erfolgsquote.

Welche lokalen Agenten Microsoft erkennt

Microsoft erweitert die Erkennung nach eigenen Angaben um 35 lokale Agententypen auf insgesamt 60 unterstützte Typen. Genannt werden Claude Code, OpenAI Codex und GitHub Copilot. Die Zahl bezieht sich auf unterstützte Agententypen.

Was Microsoft zur Verfügbarkeit sagt

In der Infografik zum Beitrag bezeichnet Microsoft MXC-Container als allgemein verfügbar und weitere Fähigkeiten als Private Preview. Für Microsoft Ignite kündigt die Grafik eine erweiterte Verfügbarkeit an.