Die NASA-assoziierte Studie zu roamx-0201 berichtet ein um etwa 19 bis 43 Prozent höheres Auftriebs-Widerstands-Verhältnis als beim Rotorprofil CLF5605, das auf Ingenuity flog. Der Vergleich umfasste Berechnungen und Windkanalversuche bei einer Reynolds-Zahl von 20.000, Mach 0,60 und verschiedenen Anstellwinkeln. Rund 20 Prozent mehr maximaler Auftrieb und ein günstigeres Verhalten beim Strömungsabriss wurden speziell in Simulationen ermittelt.

Was der Vergleich der Rotorprofile ergab

Die am 22. September 2026 online veröffentlichte Studie verglich das experimentelle Profil roamx-0201 mit CLF5605. Das Auftriebs-Widerstands-Verhältnis beschreibt, wie viel Auftrieb ein Profil im Verhältnis zum Luftwiderstand erzeugt. Laut der Studie lag dieser Wert für roamx-0201 je nach angewandter Methode um etwa 19 bis 43 Prozent höher.

MessgrößeErgebnis für roamx-0201 gegenüber CLF5605Methode und Geltungsbereich
Auftriebs-Widerstands-VerhältnisEtwa 19 bis 43 Prozent höherÜber die berichteten Methoden hinweg
Maximaler AuftriebEtwa 20 Prozent höherErgebnisse der Simulationen mit OVERFLOW und PyFR
Verhalten beim StrömungsabrissGünstigerErgebnisse der Simulationen mit OVERFLOW und PyFR

So wurde roamx-0201 untersucht

Die Forschenden verglichen die Profile bei einer Reynolds-Zahl von 20.000, Mach 0,60 und einer Reihe von Anstellwinkeln. Die Reynolds-Zahl beschreibt das Verhältnis von Trägheits- zu Zähigkeitskräften im Luftstrom. Mach 0,60 bedeutet, dass die Strömungsgeschwindigkeit 60 Prozent der Schallgeschwindigkeit beträgt.

Zum Einsatz kamen drei Verfahren: OVERFLOW für sogenannte Large-Eddy-Simulationen, PyFR für direkte numerische Simulationen und Versuche im Mars-Windkanal der Tohoku-Universität. Die Ergebnisse zum Auftriebs-Widerstands-Verhältnis wurden über diese Methoden hinweg berichtet. Die Aussagen zu maximalem Auftrieb und Strömungsabriss beziehen sich dagegen ausdrücklich auf die Simulationen mit OVERFLOW und PyFR.

Was die Reichweitenprognose aussagt

Phys.org berichtete zusätzlich von einer Modellprognose: Ein künftiger Marshelikopter mit wissenschaftlichen Instrumenten könnte bis zu 18,7 Kilometer pro Flug zurücklegen. Das ist eine berechnete Zukunftsprojektion und kein Flugergebnis auf dem Mars. Die Zahl beschreibt eine mögliche Leistung eines künftigen Helikopters, nicht einen im Windkanal gemessenen Wert für roamx-0201.