Und in einer weiteren Folge von „Windows as a Service ist reiner Lovecraft-Horror“ setzt der Gigant aus Redmond seinen Kreuzzug gegen lokale Konten fort. Nachdem er den E-Mail-Trick deaktiviert hat, kommt nun die Bereinigung seiner eigenen Dokumentation: Die offiziellen Anweisungen, die erklärten, wie man zu einem lokalen Konto zurückkehrt, nachdem man Microsoft-Anmeldedaten konfiguriert hat, sind verschwunden – nur vereinzelte Überreste im Internet Archive bleiben übrig …
Wir haben dies bereits diskutiert: Sowohl Apple als auch Google empfehlen dem Nutzer, offizielle Anmeldedaten zu verwenden, um auf spezielle Dienste zuzugreifen und neue Apps aus ihren Stores herunterzuladen – aber dieser Schritt ist optional. Es gibt verschiedene Zugriffsebenen und „Gastmodi“, die dem Nutzer eine gewisse Flexibilität gewähren. Wenn wir jedoch zu den Home- und Pro-Editionen von Windows 11 wechseln, existieren diese Mechanismen nicht. Die Eingabe eines gültigen Kontos ist für die Fortsetzung der Installation obligatorisch – sofern der Nutzer nicht ungehorsam ist.
Die „Säuberung“ lokaler Konten in Windows 11
Was als Nächstes auf der Liste steht? Sagen wir, Microsoft lässt sich ein wenig vom „Ministerium der Wahrheit“ inspirieren, um seine offizielle Dokumentation zu aktualisieren. Eine Kopie des Texts im Microsoft-Support vom 12. Juni enthält die Anweisungen, die der Nutzer benötigt, um von einem Microsoft-Konto zu einem lokalen Konto zu wechseln. Wenn wir jedoch dasselbe Dokument eine Woche später betrachten, sind diese Anweisungen in der Luft verschwunden. Das Dokument endet mit einem merkwürdigen Satz: „Entdecken Sie die Vorteile eines Microsoft-Kontos und wie es Ihre Erfahrung verbessert, indem Sie den Artikel ‚Was ist ein Microsoft-Konto‘ besuchen.“ Früher war es nur ein Tipp.
Das Problem ist, dass die hypothetischen Vorteile eher einem Mythos ähneln. Windows 11 mit einem Microsoft-Konto wird zu einem Albtraum aus Pop-ups und Erinnerungen, andere Dienste des Unternehmens zu nutzen. Die beiden wichtigsten Tricks, die lokale Konten wiederherstellen (einer ist der klassische „OOBE\BYPASSNRO“, der andere das Eingreifen von Rufus), sind nicht verschwunden, aber wir sollten uns nicht täuschen lassen: Microsoft will diese Brücken verbrennen. Die Frage ist nicht wie, sondern wann.
Quelle: Ars Technica