Microsoft meldete am 2. November 2026, Dataverse sei in Copilot Cowork, weiteren Coding-Agenten und n8n verfügbar. Die Wege unterscheiden sich: Cowork unterstützt den dialogischen App-Aufbau, Coding-Agenten nutzen Dataverse-Skills, und n8n bindet Dataverse über einen eigenen Knoten in Workflows ein. Ein separates Microsoft-Lab beschreibt außerdem eine MCP-Verbindung mit Copilot Studio. Microsofts Ankündigung

Vier Dataverse-Wege mit unterschiedlichem Zuschnitt

IntegrationswegVerbindung zu DataverseBeschriebener Ablauf
Copilot CoworkDataverse-PluginIm Dialog Tabellen und Beziehungen entwerfen, bestehende Tabellen wie Contact wiederverwenden und eine App erstellen. Änderungen müssen freigegeben werden.
Coding-AgentenGemeinsame Open-Source-Sammlung mit Dataverse-SkillsDer Agent nutzt passende Skills für Dataverse-Aufgaben; Einrichtung und Aufruf unterscheiden sich je nach Plattform.
n8nIntegrierter Dataverse-KnotenDatensatzaktionen und Abfragen in Automatisierungs-Workflows einbauen.
Copilot Studio mit Dataverse MCP ServerSeparater MCP-Pfad aus einem Microsoft-LabEinen Copilot-Studio-Agenten mit dem MCP-Server verbinden und seine Tool-Aufrufe testen.

Microsoft führt in seinem Beitrag Copilot Cowork, GitHub Copilot, Claude Code, OpenAI Codex und ChatGPT, Cursor, Gemini CLI, Google Antigravity sowie n8n auf. Die Erweiterung des Coding-Agent-Plugins für Claude, Cursor und GitHub Copilot ordnet Microsoft bereits Juli 2026 zu. Für andere Agenten, die lokale Skills lesen können, nennt Microsoft den Befehl npx skills add microsoft/Dataverse-skills -s "*". Die Dataverse-Skills decken unter anderem Datensatzabfragen und Massenimporte, Datenmodellierung, den Lösungslebenszyklus, Sicherheitsrollen und Umgebungsverwaltung ab. Auch Finance-and-Operations-X++-Entwicklung und -Bereitstellung gehören dazu.

Bei Cowork beschreibt Microsoft einen freigabegesteuerten Ablauf: Das System schlägt Änderungen vor, und Aktionen laufen mit den Berechtigungen des jeweiligen Benutzers. Es kann Tabellen und Beziehungen entwerfen, Beispieldaten anlegen und eine App in Microsoft Copilot Managed Runtime veröffentlichen. Microsoft bezeichnet diese Laufzeit in der Ankündigung als Vorschau.

Was der n8n-Knoten mit Dataverse-Datensätzen kann

Microsofts englischsprachige Demo zeigt die Konfiguration des Dataverse-Knotens und einen Lead-Erfassungsworkflow in n8n.

Microsoft nennt sechs Aktionen für Standard- und benutzerdefinierte Tabellen: Datensätze anlegen, ändern, anlegen oder aktualisieren (Upsert), abrufen, mehrere Datensätze abrufen und löschen. Bei „Get Many“ lassen sich laut Microsoft Spalten auswählen, OData-Filter und Sortierungen anwenden sowie „Expand“ und FetchXML nutzen. Tabellen- und Spaltenauswahl können Metadaten der jeweiligen Umgebung laden. Die n8n-Dokumentation zum Microsoft-Dataverse-Knoten beschreibt den Knoten für die Workflow-Einrichtung.

Für OAuth 2.0 nennt Microsoft zwei Zugriffsarten: delegierten Benutzerzugriff und App-only-Zugriff. Welche davon passt, hängt davon ab, ob ein Workflow im Kontext eines Benutzers oder als Anwendung auf Dataverse zugreifen soll.

Microsofts Demo zeigt einen Lead-Erfassungsablauf: Eingaben kommen über Webformulare, WhatsApp, Telegram oder Facebook an. Ein KI-Schritt extrahiert Angaben; anschließend prüft ein Dataverse-Knoten, ob der Lead bereits existiert. Ein weiterer Knoten legt ihn an, wenn noch kein Eintrag vorhanden ist.

Microsofts englischsprachige Demo zeigt die Konfiguration des Dataverse-Knotens und einen Lead-Erfassungsworkflow in n8n.

Copilot Studio nutzt im Lab einen separaten MCP-Pfad

Das Microsoft-Lab beschreibt eine eigene Einrichtung mit Copilot Studio und dem Dataverse MCP Server. Die Reihenfolge ist wichtig: Zuerst wird der Agent erstellt, danach der MCP-Server hinzugefügt. Beim ersten Test erscheint mit den standardmäßigen Endbenutzer-Anmeldedaten eine Einwilligungsabfrage. Für Verbindungen mit Service Principal oder Client-Zertifikat beschreibt das Lab Ersteller-Anmeldedaten als Option. In der Activity Map lassen sich aufgerufene Tools samt Ein- und Ausgaben nachvollziehen. Die Anleitung zum Copilot-Studio-MCP-Lab bezieht sich auf diesen Pfad, nicht auf das Cowork-Plugin oder den n8n-Knoten.

Welche Schutzmaßnahmen Microsoft beschreibt

Für das Coding-Agent-Plugin nennt Microsoft das Prinzip der geringsten Berechtigungen und eine serverseitige Autorisierung jedes Dataverse-API-Aufrufs. Anmeldedaten würden im geschützten Anmeldedatenspeicher des Betriebssystems oder im Arbeitsspeicher verbleiben; Telemetriedaten enthielten laut Microsoft weder Prompts noch Tool-Argumente oder Datensatzdaten. Diese Aussagen beziehen sich auf Microsofts Beschreibung des Plugins und der Skills.