Am 13. Oktober 2026 berichtete Bloomberg bei Yahoo Finance von mehr als 130 Milliarden US-Dollar an neuen Rechenzentrumsmietverträgen bei Microsoft. Zugleich beliefen sich die Verpflichtungen aus noch nicht begonnenen Mietverträgen laut Bericht zum 30. Juni 2026 auf 329,1 Milliarden US-Dollar – gegenüber 196,6 Milliarden US-Dollar im Vorzeitraum. Bloombergs Bericht bei Yahoo Finance

Was die 329,1 Milliarden US-Dollar erfassen

Die Summe bezeichnet Microsofts Verpflichtungen aus Mietverträgen, deren Laufzeit noch nicht begonnen hatte. Bloomberg berichtete, die Zusagen beträfen vor allem Rechenzentren; ein Teil sei an vertragliche Bedingungen geknüpft. Die künftigen Kosten kämen zu den laufenden Mietverträgen hinzu. Laut Bericht erscheinen sie erst dann in Microsofts Bilanz, wenn Zahlungen beginnen.

Microsofts Investor-Relations-Chef Jonathan Neilson deutete die Verpflichtungen als Zeichen anhaltend starker Nachfrage. Die Mietverträge sollten diese Nachfrage über viele Jahre bedienen, berichtete Bloomberg.

Wie sich der Verpflichtungsbestand verändert hat

Aus den beiden gemeldeten Gesamtständen ergibt sich ein rechnerischer Anstieg um 132,5 Milliarden US-Dollar: 329,1 minus 196,6 Milliarden. Das entspricht 67,4 Prozent des Vorzeitraumwerts von 196,6 Milliarden US-Dollar. Die Veränderung beschreibt den Zuwachs des Bestands an noch nicht begonnenen Mietverträgen. Bloomberg meldete daneben separat mehr als 130 Milliarden US-Dollar an neuen Rechenzentrumsmietverträgen.

Der frühere Vergleich mit Meta

In einer am 24. Juni 2026 veröffentlichten Analyse bezifferte Bloomberg die künftigen Mietverpflichtungen von Microsoft zum 31. März auf 196,6 Milliarden US-Dollar und jene von Meta auf 182,9 Milliarden US-Dollar. Microsoft habe in dem damals betrachteten Quartal mehr als 41 Milliarden US-Dollar hinzugefügt. Für die größten Cloudanbieter zusammen nannte Bloomberg mehr als 850 Milliarden US-Dollar an künftigen Verpflichtungen. Diese März-Zahlen beschreiben einen früheren Stichtag als Microsofts gemeldeter Stand vom 30. Juni. Bloombergs Analyse zum früheren Vergleich

Was frühere Leasingrücknahmen betrafen

Englischsprachiges Bloomberg-Tech-Interview: TD-Cowen-Analyst Michael Elias ordnet frühere Zurückhaltung bei noch nicht unterzeichneten Mietverträgen und Verzögerungen bei der Stromversorgung einzelner Standorte ein.

Bloomberg berichtete im Oktober 2026, Microsoft habe seine Leasingaktivitäten in weiten Teilen des Jahres 2025 pausiert und sei zum Zeitpunkt des Berichts weiterhin mit knapper Rechenzentrumskapazität konfrontiert gewesen.

In einem am 24. Februar 2025 veröffentlichten Interview beschrieb TD-Cowen-Analyst Michael Elias eine frühere, begrenzte Zurückhaltung bei Leasingaktivitäten in bestimmten US-Märkten. Seine Einschätzung auf Grundlage von Branchenbeobachtungen bezog sich vor allem auf noch nicht unterzeichnete Mietverträge; als wesentlichen Faktor nannte er Verzögerungen bei der Stromversorgung einzelner Standorte. Elias’ historische Einschätzung im Bloomberg-Tech-Interview