Netflix hat wieder einen Hack Day veranstaltet, und dabei sind einige sehr seltsame Entwicklungen entstanden, die wahrscheinlich nie über die Prototyp-Phase hinauskommen werden. Ich erinnere mich noch gut an den House-of-Cards-Abschnitt auf einer NES-Konsole, aber dieses Mal haben die Ingenieure von Netflix das Potenzial der Gedankensteuerung mit dem Projekt MindFlix erkundet. Im Wesentlichen wird die Fernbedienung durch das Gehirn des Benutzers ersetzt, nämlich durch ein Stirnband mit EEG-Unterstützung.

MindFlix: Netflix per Gedanken steuern
MindFlix

Wer hat nicht schon einmal eine Fernbedienung verloren? Wie oft wurde sie durch den letzten Schuss zerbrochen, der in der 94. Minute an den Pfosten ging oder in unklaren Situationen ertränkt? Eine Fernbedienung muss nicht nur auf die Befehle des Benutzers reagieren, sondern auch eine beträchtliche Menge an Missbrauch aushalten. Mit anderen Worten: Fernbedienungen gehen kaputt oder landen an Orten, die nur schwer zu erreichen sind (ob in einem Stück oder in mehreren). Der Markt hat versucht, verschiedene universelle Optionen anzubieten, aber beim letzten Hack Day von Netflix hat man einen wesentlich unkonventionelleren Weg eingeschlagen. Das Projekt trägt den Namen MindFlix und lässt sich im Grunde auf zwei Wörter reduzieren: Gedankenkontrolle.

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Man nahm ein „Muse“-Meditationsstirnband und programmierte es so um, dass es Kopf- und andere spezifische Befehle erkennt, die wir mit unseren Gedanken aussenden. Die Demo dauert nur etwa 20 Sekunden, aber genug, um zu beweisen, dass der Hack funktioniert. Es handelt sich lediglich um einen Machbarkeitsnachweis, der für Menschen mit eingeschränkter Mobilität durchaus nützlich sein könnte, auch wenn er wahrscheinlich irgendwann in einer Kiste landet – wie die Bundeslade aus dem ersten Indiana-Jones-Film.

Neben MindFlix wurden auch andere Projekte entwickelt, darunter ein Videospiel zu Stranger Things und ein Weihnachtspullover, dessen Meldungen das Leuchten der Serie nachahmen. Persönlich kann Netflix mit der Gedankensteuerung so viel experimentieren, wie es möchte, solange es seine Prioritäten nicht aus den Augen verliert: bessere Kataloge und schnellere Geschwindigkeit zu einem vernünftigen Preis.

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