Nvidia erwog Berichten zufolge, Kredite für den Ausbau des Rechenzentrums von Nscale in West Virginia abzusichern. Die im Oktober veröffentlichten Berichte beschrieben Verhandlungen, keine unterschriebene Garantie. Nscales SEC-Unterlage beziffert separat die bedingten Zahlungen aus vier Anthropic-Verträgen auf bis zu 44,6 Milliarden US-Dollar.

So sollte die vorgeschlagene Garantie greifen

Die mögliche Absicherung sollte Nscale bei Krediten für den Bau und die Stromversorgung des Monarch Compute Campus in Mason County, West Virginia, helfen. Die Berichte beschrieben eine Garantie über Milliardenbeträge.

TechCrunch zufolge beschrieb The Information die Konstruktion als Restwertgarantie: Falls Nscale Bauzahlungen nicht leisten könnte, hätte Nvidia die Anlage vorübergehend übernehmen und bei der Suche nach einem Käufer und einem neuen Mieter helfen können. Das war ein berichteter Vorschlag. In den Berichten vom 29. bis 31. Oktober hieß es, die Garantie sei damals nicht unterzeichnet gewesen.

Was Nscales S-1 zu den Anthropic-Verträgen sagt

Am 25. August 2026 ging Nscale vier Dienstleistungsverträge mit Anthropic ein. Die Verträge sehen zusammen Zahlungen von bis zu rund 44,6 Milliarden US-Dollar an Nscale vor. Die Zahlungen sind an Bedingungen für die Bereitstellung und Verfügbarkeit der Dienste geknüpft. Nscale legte die Angaben in seiner am 18. September 2026 eingereichten S-1-Unterlage offen (SEC-Unterlage von Nscale).

Die 44,6 Milliarden US-Dollar sind damit bedingte Zahlungen aus Verträgen zwischen Anthropic und Nscale-Tochtergesellschaften. Sie bezeichnen weder eine Nvidia-Investition noch die Höhe der vorgeschlagenen Garantie. Diese beträfe Nscale-Schulden.

Zum Zeitpunkt des Prospekts am 18. September hatte Nscale nach eigener Angabe noch keine verbindlichen Zusagen für die Finanzierung erhalten, die zur Erfüllung der Anthropic-Verträge erforderlich war; die Finanzierung sei noch in Arbeit gewesen. NeoTeo berichtete bereits über Nscales Pre-IPO-Finanzierung, einen davon getrennten Finanzierungsschritt.