Am 10. Oktober 2026 berichtete Investing.com unter Berufung auf die Financial Times, Nvidia führe vorläufige Gespräche über eine Übernahme von Reflection AI oder eine weitere Investition in das KI-Startup. Reuters konnte die Gespräche damals nicht unabhängig bestätigen.
Der Bericht nannte drei mögliche Modelle: eine vollständige Übernahme, zusätzliche Finanzierung oder einen Acqui-hire. Bei Letzterem würde Nvidia Beschäftigte von Reflection AI einstellen und die Technologie des Start-ups lizenzieren.
Was die Finanzierungsangaben einordnen
Reuters berichtete am 10. September 2025, Reflection AI habe 2 Milliarden US-Dollar eingesammelt und sei mit 8 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Der Reuters-Bericht bei MarketScreener bezieht sich auf diese damalige Finanzierungsrunde.
Im April 2026 sprach Reflection-AI-CEO Misha Laskin laut Investing.com mit CNBC über eine Finanzierungsrunde zu einer Pre-Money-Bewertung von 25 Milliarden US-Dollar. Eine Pre-Money-Bewertung beziffert den Unternehmenswert vor einer neuen Finanzierung. Der Bericht schrieb Nvidia außerdem eine frühere Zusage von 800 Millionen US-Dollar zu.
Beam und der Einsatz von Nvidia-Hardware
Reflection AI beschreibt Beam in seiner eigenen Ankündigung als Modell für Programmierung, Schlussfolgerungen und agentische Aufgaben. Das Sparse-Mixture-of-Experts-Modell hat dem Unternehmen zufolge insgesamt 501 Milliarden Parameter, davon sind 23 Milliarden aktiv. Bei dieser Architektur wird für eine Berechnung nur ein Teil des Modells aktiviert.
Für einen vierwöchigen Reinforcement-Learning-Lauf nutzte Reflection AI nach eigenen Angaben 10.500 NVIDIA GB300-GPUs; dabei entstanden mehr als 100 Millionen Rollouts. Reflection AI zufolge erzielte Beam bei anspruchsvollen Reasoning-Benchmarks vergleichbare Ergebnisse wie GLM-5.2 und benötigte dafür drei- bis viermal weniger Rechenleistung bei der Inferenz.