Am 2. Oktober 2026 reichten die früheren Groq-Ingenieure und Anteilseigner Joshua Rubin und Benjamin Serebrin beim Court of Chancery des US-Bundesstaats Delaware Klage ein. Sie werfen Groqs Vorstand vor, die Anteilseigner bei der Nvidia-Transaktion benachteiligt zu haben.

Klage um Groqs Nvidia-Deal

Rubin und Serebrin beanstanden, dass der Vorstand keine Abstimmung der Anteilseigner eingeholt habe, die nach Ansicht der Kläger gesetzlich erforderlich gewesen sei. Außerdem werfen sie ihm vor, kein Verfahren verfolgt zu haben, das den Unternehmenswert maximieren sollte.

Die Kläger wenden sich auch gegen die Behandlung von Anteilseignern, die bei der Auszahlung außen vor geblieben seien. Sie beanstanden zudem die steuerliche Behandlung der Lizenzzahlung und mutmaßliche Vorteile für mit Vorstandsmitgliedern verbundene Fonds. Das sind Vorwürfe der Kläger; ein Gericht hat darüber bislang nicht entschieden.

So war die Transaktion aufgebaut

Die Vereinbarung zwischen Nvidia und Groq wurde mit einem Gesamtwert von rund 20 Milliarden US-Dollar beziffert. Darin enthalten waren eine Technologielizenz im Wert von 17 Milliarden US-Dollar sowie ein separater Pool aus Nvidia-Aktien im Wert von 3 Milliarden US-Dollar für bestimmte Beschäftigte, die zu Nvidia wechselten.

Die Transaktion verband also die Lizenzierung von Groqs Technologie mit dem Wechsel von Führungskräften und Ingenieuren zu Nvidia. Groq blieb als unabhängiges Unternehmen bestehen.

Groqs Reaktion auf die Klage

Groq erklärte, die Lizenzvereinbarung habe für das Unternehmen, seine Investoren und Beschäftigten erheblichen Wert geschaffen. Die Firma hält die Klage für unbegründet und will sich dagegen verteidigen.