Open Cosmos nennt in seiner am 5. Oktober 2026 veröffentlichten Roadmap 192 Satelliten als geplante Grundlage seiner ConnectedCosmos-Konstellation. Das Netzwerk soll Breitband, das Internet der Dinge (IoT) und den Transport von Erdbeobachtungsdaten verbinden. Die 192 Satelliten sind als Ausgangspunkt gedacht; die Konstellation könnte mit dem Bedarf von Kunden und Partnern wachsen.
ConnectedCosmos: eine geplante Grundlage aus 192 Satelliten
ConnectedCosmos ist eine geplante Konstellation im niedrigen Erdorbit (LEO). Open Cosmos hatte das Vorhaben am 3. März 2026 als Kommunikationsnetz für Breitband und IoT vorgestellt. Die damalige Ankündigung beschrieb Punkt-zu-Punkt-Breitband und IoT-Verbindungen direkt zu Endgeräten. Im März erklärte das Unternehmen außerdem, die ersten Satelliten des Programms seien Anfang 2026 gestartet.
Die Zahl 192 bezeichnet laut Roadmap die Basis der geplanten Konstellation, nicht ihre Obergrenze. Open Cosmos stellt weiteres Wachstum in Aussicht, das sich am Bedarf von Kunden und Partnern orientieren soll.
Was das Netzwerk übertragen soll
Open Cosmos beschreibt optische Verbindungen zwischen Satelliten, über die Daten direkt im All weitergeleitet werden sollen. Das Netzwerk soll Rohbilder, Videodaten und große Datenbankkopien transportieren. Auch Daten der Erdbeobachtungssatelliten des Unternehmens sollen über ConnectedCosmos übertragen werden können – darunter Daten aus eigenen Missionen für Kunden und aus dem Verbund Open Constellation.
Die Architektur soll als „gatewayloses“ Netz die Abhängigkeit von Bodenstationen und internationalen Unterseekabeln verringern. Open Cosmos richtet das Konzept außerdem auf Umgebungen aus, in denen die Satellitennavigation GNSS gestört wird, und nennt Störsignale sowie Cyberangriffe als Risiken. Das beschreibt den vorgesehenen Ansatz des Unternehmens.
Für wen Open Cosmos das Netz plant
Open Cosmos richtet ConnectedCosmos an Regierungen, Institutionen und kommerzielle Organisationen, die auf sichere und robuste Verbindungen sowie Kontrolle über kritische Daten angewiesen sind. Im Mittelpunkt stehen damit institutionelle und geschäftliche Anwendungen.
Für die europäische Fertigung nennt Open Cosmos eine Kapazität von einem Satelliten pro Tag. Das Unternehmen positioniert ConnectedCosmos als Teil eines Angebots, das Satellitenkommunikation mit Erdbeobachtung verbindet: Neben der Verbindung sollen auch die daraus gewonnenen Daten übertragen werden.
Die nächsten geplanten Meilensteine
Open Cosmos sieht den nächsten Start noch vor Ende 2026 vor. Für weitere Missionen führte das Unternehmen nach eigenen Angaben fortgeschrittene Gespräche mit Startanbietern; sie waren für den Zeitraum von Ende 2026 bis Mitte 2027 vorgesehen.
Die Roadmap setzt zudem als Ziel, bis Ende 2028 mehr als 96 Satelliten im Orbit zu haben. Vollständige globale Abdeckung peilt Open Cosmos für 2030 an. Beides sind künftige Meilensteine des Unternehmensplans.
ConnectedCosmos und Starlink im strategischen Kontext
Der Vergleich mit Starlink ordnet ConnectedCosmos als europäische Alternative im Satellitenkommunikationsmarkt ein. Die von Open Cosmos genannten Zielgruppen sind Regierungen, Institutionen und Unternehmen; das Projekt ist damit vor allem auf organisatorische Anwendungen ausgerichtet, nicht auf ein primär für Privatkunden konzipiertes Angebot.