OpenAI kündigte am 21. Oktober 2026 an, ChatGPT Ads auf 26 weitere Länder auszuweiten. Damit beziffert das Unternehmen die Verfügbarkeit seiner Werbeplattform auf 89 Länder. OpenAI führt Deutschland als Markt, in dem Werbetreibende Ads Manager im Self-Service nutzen können.

Genannt wurden Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru, Nigeria, Südafrika, Serbien, die Ukraine, Kambodscha, Bangladesch und Pakistan. Für Werbetreibende geht es um den Zugang zur Plattform; ob Nutzer Anzeigen sehen, hängt unter anderem von ihrem ChatGPT-Tarif ab.

Wer in ChatGPT Anzeigen sehen kann

Anzeigen können in den Tarifen Free und Go erscheinen. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu sind laut OpenAI werbefrei. Anzeigen werden außerdem nicht an Konten ausgespielt, die OpenAI Personen unter 18 Jahren zuordnet.

Wer die Personalisierung ausschaltet, blendet Anzeigen damit nicht aus. OpenAI kann Anzeigen weiterhin anhand des aktuellen Gesprächs auswählen; deaktiviert wird die Nutzung weiterer Signale wie anderer Chats und des Anzeigenverlaufs. Für Free-Konten nennt OpenAI auch eine Option ohne Anzeigen, die allerdings Nutzungslimits und Funktionsumfang reduziert. OpenAI zufolge erhalten Werbetreibende keine Chatverläufe, sondern aggregierte, nicht identifizierende Leistungsdaten wie Aufrufe und Klicks.

Was Werbetreibende vor dem Start beachten sollten

Bei manchen neuen Self-Service-Konten ist zunächst nur die Ausrichtung auf das Heimatland möglich. Für internationale Zielmärkte müssen die Identitätsprüfung genehmigt und die erforderlichen Werbeausgaben im Heimatland erreicht sein. Ein angelegtes Konto oder ein eingetragenes Budget allein genügt dafür nicht.

OpenAI warnt zudem vor einem Stolperstein bei der ersten Kampagne: Start- und Enddatum lassen sich möglicherweise erst nach der Veröffentlichung festlegen. Eine Anzeige kann nach der Prüfung anlaufen, bevor der gewünschte Zeitplan eingestellt ist. Die Anleitung zur Kampagnenerstellung erläutert auch Ziele und Abrechnung: Views werden pro 1.000 Einblendungen (CPM) abgerechnet, Clicks pro gültigem Klick (CPC). Conversions-Kampagnen werden ebenfalls nach gültigen Klicks oder Einblendungen berechnet, nicht pro erfolgter Conversion.