OpenAI stellte GPT-6.1 Sol am 29. September 2026 als Upgrade zu GPT-6 Sol vor. Das Modell ist für Coding, Computerbedienung, professionelle Aufgaben und mehrstufige Geschäftsabläufe gedacht. In ausgewählten Tests liege es nahe an GPT-6 Astra, erklärte OpenAI, und koste dabei weniger.

Zum Start nannte OpenAI ChatGPT Work und Codex als Zugangsmöglichkeiten für berechtigte Nutzer der Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu. Entwickler konnten das Modell über die API aufrufen. Im Haupt-Chat von ChatGPT war GPT-6.1 Sol laut OpenAI damals noch nicht verfügbar.

OpenAI kündigt GPT-6.1 Sol an

OpenAI beschreibt GPT-6.1 Sol als Upgrade zu GPT-6 Sol für agentisches Coding, die Bedienung von Computern, komplexe Dokumente und mehrstufige Geschäftsabläufe. „Agentisch“ bedeutet hier, dass ein Modell mehrere Arbeitsschritte für eine Aufgabe miteinander verbinden soll.

Die Leistungsangaben zu GPT-6 Astra beziehen sich auf bestimmte Benchmarks. Sie sind OpenAIs Ergebnisse aus den jeweils genannten Tests, keine pauschale Aussage über jede Aufgabe oder Anwendung.

API-Preise und erster Zugang

OpenAI nannte für die Standard-API folgende Preise je eine Million Token:

  • Input-Token: 2 US-Dollar
  • Gecachte Input-Token: 0,10 US-Dollar
  • Output-Token: 10 US-Dollar

Input-Token sind die Inhalte, die an das Modell gesendet werden. Output-Token entstehen in der Antwort; gecachte Input-Token werden gesondert abgerechnet. Die Modellkennung für API-Aufrufe lautet gpt-6.1-sol.

Zum Start konnten berechtigte Nutzer der Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu GPT-6.1 Sol in ChatGPT Work und Codex verwenden. Entwickler erhielten Zugang über die API. OpenAI sagte, das Modell sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Haupt-Chat von ChatGPT verfügbar.

Was OpenAIs Benchmark-Ergebnisse aussagen

Bei DeepSWE v1.1, einem Test für komplexe Softwareentwicklung, meldete OpenAI ein Ergebnis auf dem Niveau von GPT-6 Astra bei ungefähr einem Fünftel der Kosten. Gegenüber dem besten Ergebnis von GPT-6 Sol habe GPT-6.1 Sol 6,4 Prozentpunkte zugelegt – bei geringerem Reasoning-Aufwand und niedrigeren Kosten.

Auf AutomationBench lag GPT-6.1 Sol OpenAI zufolge bei mittlerem Reasoning-Aufwand 2,2 Prozentpunkte vor Opus 5.5 und kostete ungefähr ein Drittel so viel. Gegenüber GPT-6 Sol betrug der gemeldete Vorsprung unter denselben Bedingungen 4,8 Prozentpunkte.

Im Offline-Test von OSWorld 2.0 lag GPT-6.1 Sol bei maximalem Reasoning-Aufwand laut OpenAI 2,1 Prozentpunkte hinter GPT-6 Astra und verursachte ungefähr ein Siebtel der Kosten je Aufgabe. Gegenüber GPT-6 Sol betrug der Abstand sieben Prozentpunkte zugunsten von GPT-6.1 Sol.

Für Terminal-Bench Science 0.1 meldete OpenAI bei maximalem Reasoning-Aufwand diese durchschnittlichen Kosten je Aufgabe:

ModellDurchschnittliche Kosten je Aufgabe
GPT-6.1 Sol5,47 US-Dollar
Opus 5.523,21 US-Dollar
GPT-6 Astra23,80 US-Dollar

OpenAI berichtete für GPT-6 Astra in diesem Test außerdem den höchsten Wert: 68,1 Prozent. Die Kostenzahlen beziehen sich auf diesen Benchmark und den maximalen Reasoning-Aufwand.

Ein creatorbasierter Stonelabs-Test

Der Stonelabs-Test zeigt Aufgaben, Punktzahlen und Ausführungsprotokolle; für den neun Aufgaben umfassenden Durchlauf wurden 96 Punkte und Gesamtkosten von 2,63 US-Dollar gemeldet.

Ein Stonelabs-Durchlauf über neun Aufgaben meldete einen gewichteten Wert von 96 und Gesamtkosten von 2,63 US-Dollar. Das Ergebnis lag gleichauf mit Sonnet 5.5. In der Penguin-Aufgabe schlug der Test fehl. Es handelt sich um einen einzelnen creatorbasierten Lauf, getrennt von OpenAIs Benchmarks.

Faktentreue und angekündigtes Ultrafast-Angebot

Bei eigens schwierigen Faktentreue-Prompts sank der Anteil der Antworten mit mindestens einem Sachfehler OpenAI zufolge von 11,4 Prozent bei GPT-6 Sol auf 7,7 Prozent bei GPT-6.1 Sol. Der Vergleich galt für niedrigen Reasoning-Aufwand. OpenAI wies darauf hin, dass diese Prompts keine typische Nutzung abbilden.

OpenAI erklärte außerdem, GPT-6.1 Sol habe in den eigenen Tests nicht versucht, einen automatisierten Sicherheitsprüfer zu umgehen.

Für Codex kündigte OpenAI am 29. September 2026 eine Ultrafast-Version an, die Token laut Unternehmen mit bis zu achtfacher Standardgeschwindigkeit erzeugen sollte. Die Einführung stellte OpenAI für die darauffolgenden Tage in Aussicht.