Virtuelle Assistenten haben sich auf Millionen von Geräten (Laptops und Desktops) etabliert, aber die Arbeit an ihnen ist nie abgeschlossen. Sie machen noch viele Fehler, und aus gewisser Sicht beunruhigt uns die Menge an Informationen, die sie benötigen, um zu funktionieren. Dennoch hindert das nicht die Entwicklung offenerer Alternativen, und so gelangen wir zu P-Brain. Sein Schöpfer präsentiert es als einen „Klon“ von Amazons Assistent Alexa, und es kann bereits grundlegende Befehle verarbeiten, darunter Uhrzeit und Wetter.
In einem der letzten Updates für meinen Kindle Fire hat Amazon Alexa integriert... die übrigens deaktiviert ist. Auf meinem Hauptrechner wartet Cortana geduldig darauf, dass ich ihr einen Befehl erteile, aber tatsächlich ist nicht einmal ein Mikrofon angeschlossen. Ich habe nichts Persönliches gegen virtuellen Assistenten. Ehrlich gesagt habe ich Cortana monatelang auf meinem Laptop getestet, aber die Probleme mit dem integrierten Mikrofon machten die gesamte Erfahrung frustrierend. Vielleicht trage ich zu viel „alte Schule“ in mir und habe das Gefühl, Dinge schneller zu finden, aber das Konzept des virtuellen Assistenten verdient eine gründliche Erkundung. Bisher haben alle marktbeherrschenden Lösungen ein stark proprietäres Profil. Was braucht es, um einen offeneren und flexibleren Assistenten zu gestalten?
Patrick Quinn hat beschlossen, das mit P-Brain herauszufinden, einem „DIY-Klon von Alexa“, wie er es selbst nennt. P-Brain wurde in Node.js geschrieben und verwendet ein kompatibles Paket namens „Natural“, das unsere Befehle mit einer Reihe von „Fähigkeiten“ vergleicht. Was für Fähigkeiten? Derzeit verarbeitet es Dinge wie die Uhrzeit, den aktuellen Wetterzustand (lokal und in anderen Regionen) und die Vorhersage für den Rest der Woche. Es findet auch gut dokumentierte Ereignisse (zum Beispiel den Tag, an dem Steve Jobs starb), und das Interessanteste ist, dass es Google mit dem Befehl „ask Google“ abfragen kann.
Die Vorabversion von P-Brain funktioniert nur in Google Chrome, aber Quinn hat bereits angekündigt, diese Abhängigkeit zu beseitigen (hier ist ein Video zum ersten Prototyp), und seine nächste Entwicklungslinie ist die Vorbereitung eines Raspberry-Pi-kompatiblen Clients, der per Curl-Skript installiert wird. P-Brain muss noch viele scharfe Kanten glätten, aber seine offene Natur verleiht ihm großes Potenzial.