Perplexity-Chef Aravind Srinivas sagte am 6. November, der Median der Agentenstunden pro Beschäftigtem und Woche liege beim Siebenfachen des Septemberwerts. Außerdem komme ein Fünftel der Beschäftigten auf mindestens 40 Agentenstunden pro Woche, schrieb er in seinem Beitrag. Die Zahlen beschreiben die interne Nutzung von Teammates, nicht unmittelbar eingesparte Arbeitszeit.
Welche Zahlen Srinivas zur internen Nutzung nannte
Einen Tag zuvor hatte Srinivas von rund 10.000 Teammates im internen Arbeitsbereich von Perplexity innerhalb der vorangegangenen 30 Tage geschrieben. Rund 1.000 seien am Tag zuvor aktiv gewesen, hieß es in seinem Beitrag vom 5. November. Die rund 10.000 sind die Zahl der Teammates im Arbeitsbereich, nicht die Zahl der Beschäftigten, die sie genutzt haben.
Die beiden Angaben erfassen unterschiedliche Zeiträume: die erste die Nutzung über 30 Tage, die zweite die Aktivität an einem einzelnen Tag. Sie geben einen Einblick in die interne Nutzung, sagen aber für sich genommen nichts über die Qualität der Ergebnisse aus.
Agentenstunden messen die Laufzeit von KI-Agenten. Sie lassen sich nicht einfach als eingesparte Arbeitsstunden von Menschen verbuchen.
Was Agentenstunden über die Arbeit aussagen
Srinivas’ Vergleich bezieht sich auf den wöchentlichen Median der Agentenstunden pro Beschäftigtem. Ein Median beschreibt den mittleren Wert einer Verteilung: Die Hälfte der erfassten Werte liegt darunter, die andere Hälfte darüber. Die Angabe, dass ein Fünftel mindestens 40 Agentenstunden pro Woche erreicht, bezieht sich dagegen auf den Anteil der Beschäftigten.
Agentenstunden sind ein Nutzungsmaß. Sie zeigen nicht automatisch, wie viel menschliche Arbeit entfällt oder ob die Ergebnisse besser werden. Dafür wären gesonderte Messungen nötig, die Srinivas in seinem Beitrag nicht nennt.
So richtet Perplexity einen Teammate ein
Perplexity beschreibt Teammates als Agenten für fortlaufende Aufgaben, die auf Perplexity Computer aufbauen. Sie können nach Unternehmensangaben Projektkontext über mehrere Durchläufe hinweg nutzen, Änderungen beobachten und mit anderen Agenten zusammenarbeiten. Die Einrichtung folgt einer konkreten Reihenfolge:
- Im Web Teammates auswählen und den Agenten benennen.
- Benötigte Tools verbinden. Bei GitHub lässt sich festlegen, auf welche Repositories der Agent zugreifen kann.
- Aufgabe, benötigte Eingaben, gewünschtes Ergebnis und Auslöser beschreiben.
- Ein Project und eine erste Aufgabe zuweisen.
Slack, GitHub und Gmail nennt Perplexity als Beispiele für Plugins. Das Unternehmen beschreibt außerdem, dass Nutzer die Arbeit eines Agenten prüfen und ihn anleiten können. Die Einrichtung und Funktionen beschreibt Perplexity in der offiziellen Ankündigung.
Perplexity erklärte am 5. November, Teammates seien für Max-Abonnenten im Web verfügbar. Die Ankündigung vom 4. November hatte die Agenten als Werkzeug für komplexe, länger laufende Aufgaben vorgestellt.
Teammates bauen auf Perplexity Computer auf
Computer ist die Arbeitsumgebung, auf der Teammates aufsetzen; sie übernehmen dort laut Perplexity fortlaufende Aufgaben und behalten Projektziele sowie den Aufgabenverlauf zwischen Durchläufen. NeoTeo hat bereits den lokalen Modus von Perplexity Computer auf dem Mac eingeordnet: Perplexity Computer lokal auf dem Mac.