Deinen Raspberry Pi zum Laufen zu bringen ist nicht kompliziert. Du lädst ein Image von Raspbian herunter, schreibst es auf eine passende SD-Karte und startest den Minicomputer. Doch das Image an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, kann eine ganze Weile dauern. Die Idee, Betriebssysteme vor der ersten Ausführung zu personalisieren, ist nicht neu, aber es braucht gute Werkzeuge dafür. PiBakery reduziert die Anpassung von Raspbian auf ein paar Klicks – dank einer Oberfläche, die auf der Sprache Scratch basiert.

PiBakery: Eigene Raspbian-Images für deinen Raspberry Pi erstellen
PiBakery

Anders als bei einem normalen Computer erfordert die Installation von Betriebssystemen für den Raspberry Pi das Schreiben kompletter Images auf eine SD-Karte. Diese Images kommen mit einer „Werkskonfiguration“, die nicht unbedingt den Wünschen des Nutzers entspricht. Dann müssen wir viel Zeit darauf verwenden, jeden Aspekt des Betriebssystems zu ändern – von grundlegenden Dingen wie Aussehen, Schriftarten und Hintergrundbild bis zu erweiterten Parametern wie WLAN-Konfiguration und der Installation von Tools wie VNC. Es wäre fantastisch, wenn man benutzerdefinierte Images erstellen könnte, die all das und noch mehr ab dem ersten Start erledigen. Wenn du kein Problem damit hast, Raspbian als Betriebssystem zu wählen, ist die Antwort PiBakery.

PiBakery: Eigene Raspbian-Images für deinen Raspberry Pi erstellen
Ziehen und konfigurieren, das ist alles

Kürzlich auf der offiziellen Raspberry-Pi-Website erwähnt, macht PiBakery die Anpassung von Raspbian-Images zu einem direkten und sehr einfachen Prozess. PiBakery stammt von David Ferguson, einem 17-jährigen Jungen, der bereits an mehreren Raspberry-Pi-Veranstaltungen teilgenommen hat. Die Idee hinter PiBakery entstand aus einem klassischen Problem der Minicomputer-Nutzer: Man muss ihn jedes Mal an die Kombination „Monitor-Maus-Tastatur“ anschließen, wenn man etwas ändern will, das nicht vorab konfiguriert wurde. PiBakery ermöglicht es, mehrere Images mit erweiterten Parametern im Voraus vorzubereiten – der Rest reduziert sich darauf, Karten zu wechseln. Wenn bereits ein vorkonfiguriertes Image existiert, erlaubt PiBakery dessen spätere Bearbeitung, sei es zum Hinzufügen oder Entfernen von Funktionen.

Die Oberfläche von PiBakery basiert auf der am MIT entwickelten Sprache Scratch, die auch schon als Inspiration für viele andere Projekte gedient hat. PiBakery ist mit Windows und OS X kompatibel, allerdings gehen wir davon aus, dass die Linux-Version nicht lange auf sich warten lässt. Die einzige Warnung lautet: Die Downloads sind groß. PiBakery enthält eine Kopie von Raspbian, daher ist der Build für Windows im Schnitt etwa ein Gigabyte groß, während der für OS X bei etwa 1,4 GB liegt.

Offizielle Website und Download: