Die Abenteuer von Salto begannen im Dezember 2016. Eine Gruppe von Forschern der Universität von Kalifornien in Berkeley entwickelte einen Roboter, der trotz seiner Größe beeindruckende Sprünge ausführen und diese in Sekundenbruchteilen wiederholen kann. Jene erste Version war auf eine Achse beschränkt, doch der Salto-1P kann seine Richtung in der Luft anpassen, höher und weiter springen. Vorerst ist er klein und muss ferngesteuert werden, aber die Frage ist: Was wird passieren, wenn er diese beiden Dinge hinter sich lässt?
Die Welt der Robotik erlebte eine seltsame Wendung, nachdem Alphabet den Verkauf von Boston Dynamics an die SoftBank Group bestätigte, ein japanisches Unternehmen, das sich hauptsächlich mit Telekommunikation beschäftigt. Wir sind uns noch nicht sicher, wie sich diese neue Beziehung entwickeln wird, aber höchstwahrscheinlich haben die fabelhaften Roboter des Unternehmens in Japan ein besseres Zuhause gefunden. Natürlich bedeutet das nicht, dass die Roboterentwicklung auf dieser Seite der Welt in einer Krise steckt. Ganz im Gegenteil: Es gibt viele Universitäten und Labore, die weiterhin an ihren Prototypen arbeiten, und so kommen wir wieder zur Universität von Kalifornien in Berkeley, die gerade ein Upgrade für ihren Roboter Salto enthüllt hat, der nun als Salto-1P bekannt ist.
Die Originalversion des Salto-1P konnte nur auf einer Achse springen (vorwärts-rückwärts), und jeder destabilisierende Faktor ließ ihn seitlich umkippen. Das neue Design behält seinen „Schwanz“, der beim Gleichgewicht hilft, integriert aber auch zwei kleine Motoren, die es ihm ermöglichen, seitwärts zu springen und die Richtung in der Luft leicht zu ändern. Gleichzeitig erhöhte eine zusätzliche Optimierung seiner „Hockstellung“ die maximale Sprunghöhe, alles mit einem Roboterbein von nur 14,4 Zentimetern und einem Gesamtgewicht von 98 Gramm. Dass er Hindernissen ausweichen kann und seine Motoren beim Bewegen wie kleine Lachgeräusche klingen, macht uns nicht gerade ruhig …
Allerdings hat der Salto-1P ein paar Einschränkungen. Die erste ist, dass er nicht autonom arbeitet und daher mit einem Computer gesteuert werden muss. Und die zweite ist, dass die zusätzliche Sprungkraft den Beinmechanismus mehrere Male brach, etwas, das wir im zweiten Video beobachten können. Seine Entwicklung wird mit höherer Priorität auf Hindernisse und schwieriges Gelände fortgesetzt.