Die Waschmaschine ist zweifellos eine der wichtigsten Erfindungen der letzten … 300 Jahre? Mehr? Die ersten Exemplare stammen aus dem 17. Jahrhundert, aber heute haben wir praktisch Raumschiffe, die waschen, trocknen, parfümieren und sogar Doom ausführen. Nun gibt es ein Detail, das nicht jeder kennt: Die Leute von Sanyo haben in der Vergangenheit die Möglichkeit erforscht, dasselbe Konzept auf die persönliche Hygiene zu übertragen. Die Sanyo Ultrasonic Bath hatte Vorwasch- und Spülgänge, mit keimtötenden Phasen aus Infrarot- und Ultraviolettlicht … alles in 15 Minuten.
Man sagt, „die Notwendigkeit ist die Mutter aller Erfindungen“, aber wenn es eine Notwendigkeit gibt, die sich über alle anderen abhebt, dann ist es die Zeitersparnis oder alternativ deren Optimierung. Die Automatisierung des Wäschewaschens ist eines der deutlichsten Beispiele: Ja, es gibt noch Regionen, in denen komplett von Hand gewaschen wird, wobei man die Strömungen der Flüsse nutzt, aber wenn wir negative Aspekte wie die „Verschlimmbesserung“ der neuesten Modelle (bei denen ein Firmware-Update oder ein Lager das Gerät außer Gefecht setzen kann) beiseitelassen, dann repräsentiert die moderne Waschmaschine einen Triumph.
Warum also diesen Erfolg nicht weiterführen? Ohne zu weit zu gehen, machen die Autowaschanlagen einen ordentlichen Job mit Fahrzeugen, aber heute lade ich Sie ein, zu der World Expo zu reisen, die die Präfektur Osaka im Jahr 1970 organisierte. Unter dem Motto „Fortschritt und Harmonie für die Menschheit“ gab die Messe Anlass zu einer Vielzahl fantastischer Designs, und eines davon war die Sanyo Ultrasonic Bath … eine Waschmaschine für Menschen.
Sanyo Ultrasonic Bath und die Zukunft der Körperhygiene im Jahr 1970
Alle Vorführungen folgten (mehr oder weniger) demselben Muster: Ein Model mit sehr einfacher Kleidung stieg über eine Leiter in die Waschkammer, aber ihr Kopf blieb oben exponiert (man konnte auch die Arme herausstrecken). Nach der Angabe der Temperatur begann die Maschine, warme Wasserstrahlen abzufeuern, im Grunde eine Vorwäsche.
Fünf Minuten später füllte die Maschine die Kammer mit heißem Wasser für ein dreiminütiges „Ultraschallbad“, gefolgt von einem zweiminütigen Spülgang. Die letzte Phase bestand aus dem Ablassen der Kammer, heißen Luftströmen zum Trocknen des Models und einer Sitzung mit Infrarot- und Ultraviolettlicht als keimtötende Maßnahme. Insgesamt dauerte der komplette Zyklus nicht länger als 15 Minuten.
Natürlich hat die Sanyo Ultrasonic Bath nie ihr Prototypstadium verlassen. Erstens ist das Gerät riesig. Zweitens ignoriert es die Haare völlig. Und drittens erfordern einige Körperteile manuellen Zugriff für eine ordnungsgemäße Hygiene. Dennoch ist die Idee einer „Waschmaschine für Menschen“ nie ganz verschwunden, und der Prototyp wird im Panasonic-Museum aufbewahrt, das Sanyo 2009 übernommen hat.
Quelle und Bilder: Core77