Am 13. Oktober 2026 fragten sieben demokratische Mitglieder des Finanzausschusses im US-Senat Meta-Chef Mark Zuckerberg, ob Meta für Bau und Betrieb von KI-Rechenzentren die bundesweite Forschungssteuergutschrift nach Section 41 genutzt hat. Der Brief nennt für 2023 bis 2025 insgesamt 6,6 Milliarden US-Dollar an Forschungssteuergutschriften, die Meta zugeschrieben werden. Die Senatoren verlangen zusätzlich eine Aufschlüsselung für KI-Rechenzentren und baten um eine Antwort bis zum 31. Oktober 2026. Ihr Schreiben an Mark Zuckerberg trägt die Unterschriften von Ron Wyden, Sheldon Whitehouse, Elizabeth Warren, Catherine Cortez Masto, Ben Ray Luján, Peter Welch und Maggie Hassan.

Was die 6,6 Milliarden US-Dollar umfassen

Die Summe bezieht sich laut Brief auf Metas gesamte Forschungssteuergutschriften für drei Steuerjahre. Die Senatoren führen folgende Jahresbeträge an:

SteuerjahrMeta zugeschriebene Forschungssteuergutschriften insgesamt
2023700 Millionen US-Dollar
2024rund 2 Milliarden US-Dollar
2025rund 3,9 Milliarden US-Dollar

Der Brief beschreibt die Gutschriften als Beträge, mit denen Meta seine US-Bundeseinkommensteuerschuld verringerte. Die Senatoren fragen, welcher Anteil der Gesamtsumme auf Bau und Betrieb von KI-Rechenzentren entfiel und wie viel davon mit Chips, Rechenausrüstung und anderen Materialien zusammenhing.

Was die Senatoren von Meta wissen wollen

Sieben US-Senatoren fragen Meta nach Steuergutschriften für KI-Rechenzentren

In zehn Fragen verlangen die Senatoren eine Erklärung der Rechtsgrundlage und der geltend gemachten Ausgaben. Sie wollen außerdem wissen, ob Meta KI- und Nicht-KI-Rechenzentren steuerlich unterschiedlich behandelt hat und ob das Unternehmen Fachfirmen, darunter Ernst & Young (EY), um Beratung oder schriftliche Gutachten bat.

NeoTeo berichtete bereits über einen anderen Bericht von Elizabeth Warren, Chris Van Hollen und Richard Blumenthal zu Arbeitsplätzen, Netzkosten und Steuervergünstigungen rund um KI-Rechenzentren. Die frühere Berichterstattung behandelte diese Themen im Zusammenhang mit der Infrastrukturbranche.

Welche Begründung hinter der Anfrage steht

Die Senatoren argumentieren, die Steuergutschrift nach Section 41 des US-amerikanischen Internal Revenue Code solle experimentelle Vorhaben mit hohem technischem Risiko fördern, nicht den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb oder bereits kommerziell genutzte Technologien. Sie knüpfen daran die Frage, ob Ausgaben für Rechenzentren und deren Ausstattung die Voraussetzungen erfüllen.

Der Brief greift auch Berichte über eine mögliche Einstufung von KI-Rechenzentren als experimentelle „Pilotmodelle“ auf. Die New York Times hatte am 30. September 2026 berichtet, Meta habe eine solche Einordnung gegenüber der Steuerbehörde vertreten. Die Senatoren fragen, ob Meta diese Behandlung tatsächlich zugrunde gelegt und KI- und andere Rechenzentren unterschiedlich bewertet hat. Der frühere Bericht der New York Times ordnete die Darstellung als berichtete steuerliche Position ein.

Zudem zitiert das Schreiben Metas Geschäftsbericht für 2025: Das Unternehmen habe dort auf Unsicherheit hingewiesen, ob die Dokumentation zu den Aktivitäten hinter seinen Forschungssteuergutschriften ausreichen werde.