Sierra veröffentlichte am 9. Oktober 2026 einen Entwurf des Personal Agent Protocol, kurz Poppy. Das gemeinsam mit Meta entwickelte Protokoll soll Unternehmen dabei helfen, persönliche KI-Agenten zu erkennen und festzulegen, welche Zugriffe sie anbieten; Nutzerinnen und Nutzer sollen die gewünschten Berechtigungen freigeben. Sierra

Zur ersten Ankündigung des Personal Agent Protocol berichtete NeoTeo bereits. Der jetzt veröffentlichte Entwurf beschreibt konkreter, wie Unternehmen Agenten erkennen und ihre Zugriffe begrenzen könnten.

So beschreibt der Entwurf Erkennung und Zugriff

Ein Unternehmen veröffentlicht laut Sierra unter /.well-known/poppy.json eine Datei mit Angaben dazu, wie sich ein Agent verbindet, wie die Anmeldung funktioniert und welche Möglichkeiten das Unternehmen anbietet. Der Agent soll sich beim Start einer Sitzung zu erkennen geben. Diese kann zunächst als Gast beginnen; für Aufgaben, die ein Kundenkonto erfordern, beschreibt Sierra eine Anmeldung über OAuth auf der Website des Unternehmens. Sierra

Welche Wege ein Agent nutzen kann, bestimmt das Unternehmen: vorgesehen sind dessen Website, Schnittstellen (APIs) oder ein eigener Unternehmensagent. Eine Sitzung kann sich über diese Kanäle erstrecken, sodass der Wechsel zwischen ihnen nicht zwingend einen Neustart der Interaktion erfordert. Als technische Grundlagen nennt der Entwurf OAuth, JSON Web Tokens (JWTs), HTTPS, OpenAPI und MCP. Sierra

Der Zugriff soll an festgelegte Berechtigungen gebunden sein. Nutzerinnen und Nutzer oder das Unternehmen können ihn laut der Protokollbeschreibung widerrufen. Damit skizziert Poppy einen Rahmen, in dem die verfügbaren Aktionen vom Unternehmen abhängen und die Kontofreigabe durch die Kundschaft gesteuert wird.

Was die Rocket-Demonstration zeigte

Sierra berichtete, dass Meta-Agent Muse bei einer Live-Demonstration am 6. Oktober 2026 den Agenten von Rocket über Poppy fand und um Erlaubnis zur Verbindung bat. Alex McGillis meldete sich anschließend an und teilte Kredit- und Einkommensangaben. Danach arbeiteten die Agenten Kaufpreis, Anzahlung und Zinssatz durch; Sierra zufolge wurde ein Schreiben zur vorläufigen Hypothekengenehmigung erstellt. Sierra

Sierra beschrieb die Vorführung außerdem in einem Beitrag, der Muse, Redfin und Rocket bei der Haussuche in Michigan und der Hypothekenvorabgenehmigung zusammenführt.

35 weitere Unternehmen beteiligen sich am Entwurf

Am 9. Oktober nannte Sierra 35 zusätzliche Designpartner, die an der Ausarbeitung mitwirken sollen: Adyen, Atomic, Bank of America, BBVA, Chime, Cigna, Cloudflare, Comcast, DIRECTV, ElevenLabs, FOX, Gap Inc., GEICO, Hertz, Insurify, Klaviyo, Liberty Mutual, Mastercard, Nordstrom, Notion, Okta, OneSignal, OpenAI, PayPal, Plaid, SiriusXM, Synchrony, Target, United Airlines, Venmo, Visa, Wells Fargo, Zapier, Zendesk und 1Password. Sierra

Zahlungen sind als mögliche Erweiterung vorgesehen

Die Protokollbeschreibung führt Zahlungen als mögliche Erweiterung auf. Sie gehören damit zu den denkbaren Funktionen des Protokolls, nicht zu den im Entwurf beschriebenen Kernabläufen. Personal Agent Protocol