Signal65 berechnet für Arm AGI CPU eine 1,99-fache modellierte Rack-Leistung gegenüber AMD EPYC 9755. Die am 12. Oktober 2026 datierte Auswertung umfasst sieben CPU-Workloads rund um agentische KI. Arm beauftragte die Untersuchung; Signal65 kombinierte gemessene Prozessorergebnisse mit einem Rackmodell auf Basis der angegebenen Serverleistung (Signal65).

Was das 24-kW-Rackmodell vergleicht

Für ein Rack mit einem Leistungsbudget von 24 kW setzt Signal65 21 bis 23 Arm-Server mit 13 Dual-Socket-Servern auf AMD EPYC 9755 ins Verhältnis. Im Modell sind für jeden Arm-Server 950 bis 1.050 W und für jeden AMD-Server 1.700 W angesetzt. Daraus ergeben sich 5.712 bis 5.888 physische Arm-CPU-Kerne gegenüber 3.328 AMD-Kernen. Die Rackwerte beruhen auf diesen Nennleistungsannahmen und den gemessenen Prozessorergebnissen.

Über die sieben Workloads hinweg liegt die modellierte Rack-Leistung laut Signal65 zwischen dem 1,43- und 3,19-Fachen. Die Auswertung umfasst Aufgaben aus den Bereichen Agentenausführung, Werkzeuge, Informationsabruf und Unterstützung beim Modellbetrieb; als Beispiele nennt Signal65 Terminal-Bench 2 und SWE-bench.

Die Schätzwerte unterscheiden sich nach Workload

Für Werkzeugaufgaben gibt Signal65 im Mittel das 1,7-Fache an modellierter Rack-Leistung an, für durchgängige agentische Abläufe das 2,0-Fache und für Schlussfolgern und Planung das 2,2-Fache. Bei Datenbank- und Vektorsuchaufgaben schätzt Signal65, dass für dieselbe Verarbeitung 30 bis 35 Prozent weniger Racks nötig wären. Für Webbereitstellung, Agentenwiedergabe und den Aufwand des Modellbetriebs nennt die Untersuchung eine weitere Schätzung: Für dieselbe CPU-Arbeit könnten 0,50 bis 0,53 Racks mit EPYC 9755 pro EPYC-9755-Rack ausreichen (Signal65).

Das sind workloadbezogene Modellwerte. Signal65 kündigte am 12. Oktober weitere Tests mit endgültiger Produktionshardware und zusätzlichen Workloads an.

Sandbench vergleicht Arm mit EPYC 9965

Ein separater Sandbench-Test stellt Arm einem AMD EPYC 9965 mit zwei Sockeln gegenüber. Für die Sandbox-Laufzeitumgebungen runc, Firecracker und gVisor berichtet Signal65 45 Prozent weniger Kaltstartzeit und 27 Prozent weniger Warmstartzeit. Im ungünstigsten Szenario mit vierfacher Überbelegung lag die benötigte Zeit demnach 41 Prozent niedriger. Diese Zeitwerte gehören zum Sandbench-Test, nicht zum Rackmodell mit EPYC 9755 (Signal65).

Signal65 erklärt, mit Arm an der Untersuchung gearbeitet zu haben, und nennt Arm als Auftraggeber. TechRadar berichtete am 19. Oktober 2026, Signal65 habe die Prozessorergebnisse unabhängig überprüft (TechRadar).