SK hynix und Samsung Electronics haben den Vorschlag der Korea Electric Power Corp. (KEPCO) abgelehnt, Stromkosten für ungefähr fünf Jahre im Voraus zu zahlen. Vorgesehen waren etwa 5 Billionen Won für SK hynix und 20 Billionen Won für Samsung Electronics – zusammen rund 25 Billionen Won. Eine endgültige Vorauszahlungsvereinbarung kam nicht zustande.

Die vorgeschlagenen Zahlungen im Überblick

UnternehmenVorgeschlagene VorauszahlungUngefährer ZeitraumGeplanter Infrastrukturzweck
SK hynixEtwa 5 Billionen WonRund fünf Jahre StromkostenÜbertragungsnetze und Strominfrastruktur für Industriekomplexe, darunter Halbleiterzentren
Samsung ElectronicsEtwa 20 Billionen WonRund fünf Jahre StromkostenÜbertragungsnetze und Strominfrastruktur für Industriekomplexe, darunter Halbleiterzentren

Wofür KEPCO das Geld verwenden wollte

KEPCO wollte die Vorauszahlungen in den Ausbau des überregionalen Stromnetzes und in weitere Energieinfrastruktur für große Industriekomplexe lenken. Im Mittelpunkt standen Halbleitercluster in Yongin und in der südwestlichen Region Honam.

Für solche Standorte ist der Netzausbau ein zentraler Teil der industriellen Planung: Neue Chipfabriken brauchen nicht nur Produktionsanlagen, sondern auch eine entsprechend ausgelegte Versorgung mit elektrischer Energie. KEPCOs Vorschlag sollte dafür zusätzliche Finanzierung bereitstellen und den Bedarf an weiterer Anleihefinanzierung verringern.

Warum die Chipkonzerne nicht zahlen wollten

Die berichtete Begründung lautet, dass SK hynix und Samsung Electronics die Entwicklung des Halbleiter- und KI-Geschäfts nicht sicher über fünf Jahre hinweg voraussetzen konnten. Das macht eine hohe Zahlung im Voraus riskanter als laufende Stromrechnungen: Das Geld wäre gebunden, während Nachfrage, Investitionspläne und Ertragslage der Branche schwanken können.

Samsung soll seine Ablehnung am 9. September über eine Führungskraft auf Vizepräsidentenebene mitgeteilt haben. Über die Absage beider Unternehmen wurde am 14. September 2026 berichtet.

KEPCOs finanzielle Belastung

Der Vorschlag fällt in eine angespannte Finanzlage der staatlichen Korea Electric Power Corp. (KEPCO). Für Ende Juni wurden Verbindlichkeiten von 210,7 Billionen Won genannt. Außerdem lagen die täglichen Zinsaufwendungen bei ungefähr 11,5 Milliarden Won.

Eine Vorauszahlung großer Stromkunden hätte KEPCO kurzfristig zusätzliche Mittel verschafft. Für die Unternehmen wäre sie dagegen eine langfristige Bindung erheblicher Liquidität gewesen. Genau hier lag der Konflikt: Der Netzbetreiber brauchte Finanzierung für neue Infrastruktur, während die Chipkonzerne die Dauer des aktuellen Investitionszyklus nicht als sicher ansehen konnten.

KEPCO bleibt für den geplanten Netzausbau auf bestehende Mittel und Anleihefinanzierung angewiesen. Die vorgeschlagenen Vorauszahlungen der beiden Chipkonzerne stehen dafür nicht zur Verfügung.