SK hynix meldete am 28. Oktober für das dritte Quartal 2026 vorläufig 104,6155 Billionen Won Umsatz und 83,3338 Billionen Won operativen Gewinn. Beide Werte lagen über dem vorab geschätzten Konsens. Die Zahlen für das Quartal vom 1. Juli bis zum 30. September sind noch ungeprüft und können sich nach der Abschlussprüfung ändern.

KennzahlVorab-KonsensVorläufiges Ergebnis für Q3 2026Abweichung zum Konsens
Umsatz98,23 Billionen Won104,6155 Billionen Wonrund 6,39 Billionen Won oder 6,5 % darüber
Operativer Gewinn76,96 Billionen Won83,3338 Billionen Wonrund 6,37 Billionen Won oder 8,3 % darüber

Der vorab gemeldete Konsens stammt aus einer Vorschau von TrendForce vom 26. Oktober. Die Abweichungen sind aus den gerundeten Konsenswerten und den vorläufigen Unternehmensergebnissen berechnet. SK hynix meldete außerdem eine operative Marge von 80 Prozent. Diese Kennzahl setzt den operativen Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz.

Operativer Gewinn und Nettogewinn entwickelten sich unterschiedlich

Der operative Gewinn stieg gegenüber dem Vorquartal um 38 Prozent, der Nettogewinn sank dagegen um 58 Prozent auf 39,7756 Billionen Won. Der operative Gewinn erfasst das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft; der Nettogewinn berücksichtigt zusätzlich nicht operative Effekte. In der Ergebnispräsentation bezifferte SK hynix die Nettoverluste außerhalb des operativen Geschäfts auf 32,63 Billionen Won.

Auch im Jahresvergleich legten die beiden Kennzahlen zu: Der Nettogewinn lag 216 Prozent, der operative Gewinn 632 Prozent über dem Vorjahresquartal. Die gegenläufige Entwicklung gegenüber dem Vorquartal zeigt, warum der operative Gewinn allein nicht das gesamte Quartalsergebnis beschreibt.

Was SK hynix zu HBM4 und zum Speicherangebot erwartet

SK hynix erklärte, die Auslieferungen von HBM4 hätten im dritten Quartal deutlich an Fahrt aufgenommen. Für das vierte Quartal erwartete das Unternehmen, dass HBM4 HBM3E sowohl beim Auslieferungsvolumen als auch beim Umsatz übertreffen werde.

Zudem rechnet SK hynix damit, dass die Nachfrage nach Speicher die Versorgung bis 2030 übersteigt. Das ist die Einschätzung des Unternehmens, keine Zusage für bestimmte Preise oder Gewinne. Das Unternehmen sagte auch, dass der Ausbau des Werks M15X bis Ende 2026 die volle Kapazität erreichen solle. Für 2027 stellte SK hynix deutlich höhere Investitionen in Aussicht; Umfang und Zeitpunkt sollen sich an Kundennachfrage, Produktwettbewerbsfähigkeit, Rentabilität und Investitionseffizienz orientieren.

Langfristige Lieferverträge und die Solidigm-IPO-Prüfung

SK hynix gab an, mit 14 großen Kunden langfristige Lieferverträge geschlossen zu haben. Diese Vereinbarungen decken für 2027 und 2028 jeweils mehr als die Hälfte der gesamten Produktionskapazität ab. Die Preise orientieren sich laut Unternehmen innerhalb vereinbarter Spannen an den Marktbedingungen. Die Verträge schaffen damit mehr Sichtbarkeit für die Nachfrage, legen aber keinen bestimmten Gewinn oder eine feste Marge fest.

Am 28. Oktober erklärte CEO Kwak Noh-Jung außerdem, SK hynix habe die Prüfung eines Börsengangs der Tochtergesellschaft Solidigm eingestellt. Ein solcher Schritt sollte ursprünglich externes Kapital für den Kapazitätsausbau beschaffen und die Investitionslast von SK hynix verringern. Nach Einschätzung des Unternehmens hätte ein Börsengang zu diesem Zeitpunkt das angestrebte Ergebnis nicht am besten erreicht.