Hauseigentümer und Mieter können bei Google beantragen, ihr Haus in Street View verpixeln zu lassen. Dafür ist ein Adressnachweis erforderlich. Ist die Verpixelung einmal angewendet, lässt sie sich laut Google Maps-Hilfe nicht rückgängig machen.
Wer den Antrag stellen kann und welche Nachweise nötig sind
Google nennt Eigentümer und Mieter als berechtigt. Als Nachweis führt das Unternehmen etwa eine Versorgerrechnung, einen Mietvertrag, einen Versicherungsnachweis oder einen Steuerbescheid auf. Die Datei muss kleiner als 10 MB sein und im PNG-, JPG- oder PDF-Format vorliegen.
Für Deutschland beschreibt der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) den Antrag als Widerspruch gegen die Veröffentlichung des Street-View-Bildes. Nach Angaben der Behörde verlangt Google in Deutschland seit dem 28. Juli 2026 einen Adressnachweis.
Bei diesem Nachweis sollten die passende Adresse und ein aktuelles Datum sichtbar bleiben. Andere persönliche und finanzielle Angaben können geschwärzt werden; ein Ausweisdokument sollte nicht hochgeladen werden. Der HmbBfDI sagt, Google lösche eingereichte Nachweise innerhalb von 60 Tagen nach Eingang. Die Hinweise der Hamburger Datenschutzbehörde beziehen sich auf das Verfahren in Deutschland.
So beantragen Sie die Verpixelung
- Öffnen Sie die Street-View-Ansicht Ihres Hauses. Suchen Sie den passenden Standort in Google Maps und wechseln Sie zur Straßenansicht.
- Rufen Sie die Meldefunktion des Street-View-Bildes auf. Wählen Sie in der betreffenden Ansicht die Option, ein Problem zu melden.
- Folgen Sie dem Antrag für eine Hausverpixelung. Geben Sie die verlangten Angaben ein und laden Sie den Adressnachweis in einem akzeptierten Format und innerhalb der Dateigröße hoch. Engadget berichtet, dass das Formular außerdem eine E-Mail-Adresse und eine reCAPTCHA-Prüfung verlangt.
Prüfen Sie vor dem Absenden, ob Sie tatsächlich die Ansicht Ihres Hauses ausgewählt haben: Google zufolge kann die Verpixelung nach ihrer Anwendung nicht aufgehoben werden.
Was die Verpixelung verändert
Die Verpixelung betrifft das betreffende Bild in Google Street View. Engadget zufolge wirkt sie sich nicht auf andere Kartendienste aus. Google erklärt außerdem, dass ein neu verpixeltes Street-View-Bild ab diesem Zeitpunkt nicht mehr für Eingaben in generative KI verwendet wird. Bereits erstellte oder veröffentlichte KI-Bilder Dritter werden dadurch nicht entfernt. Engadget beschreibt den Ablauf und die Grenzen des Antrags.