Wer über Solarenergie nachdenkt, kommt zuerst auf das Dach. Tesla schlägt vor, es komplett durch seine eigene Lösung zu ersetzen, die sich in 30 Jahren oder weniger amortisieren soll. Doch es gibt auch Menschen, die eine kleinere Lösung bevorzugen, ohne extreme Installationsherausforderungen. Hier kommt SolarGaps ins Spiel, das eine Kombination aus Jalousien und Solarmodulen anbietet. Die Theorie klingt interessant, aber bei genauerer Betrachtung der Spezifikationen fallen einige Details auf, die nicht ganz stimmig sind…
Die Idee der Solarenergie ist für uns alle irgendwie interessant. Der Gedanke, das Stromnetz hinter sich zu lassen und eine gewisse elektrische Unabhängigkeit zu erlangen, ist verlockend, aber obwohl die Kosten gesunken sind, sind sie für die meisten immer noch unerschwinglich. Natürlich variieren diese Budgetbeschränkungen stark je nach Region. Wenn der potenzielle Nutzer Subventionen erhält oder den Vorteil hat, Überschüsse zu verkaufen, ist die Anfangsinvestition weniger belastend. Was aber, wenn wir darauf keinen Zugriff haben und der Platz begrenzt ist? Meiner Meinung nach verschwindet die Option Solarenergie unter diesen Parametern, aber die Leute von SolarGaps machen einen Vorschlag: Jalousien mit integrierten Solarmodulen zu installieren.
SolarGaps betont die kumulative Leistung mehrerer Jalousien. Unter normalen Bedingungen erzeugt ein Quadratmeter etwa 100-150 Watt (Achtung!) dank automatischer Sonnenverfolgung, die über eine App überwacht und angepasst wird. Wer eine stärkere Integration wünscht, erhält sie durch die Unterstützung von Google Home, Amazon Echo und den Nest-Thermostaten. Der gesamte Strom kann ins Netz eingespeist oder in einer Batterie wie der Tesla Powerwall gespeichert werden. Daher dienen die SolarGaps-Jalousien auch der Optimierung bestehender Solaranlagen. Das Unternehmen bietet sogar kundenspezifische Maße an, was entscheidend ist, wenn man bedenkt, dass nicht alle Häuser gleich sind. Also... was ist das Problem?
Im Grunde alles andere. Ein Solarmodul mit 150 Watt ist nicht gerade selten, aber die SolarGaps-Jalousien haben mehrere Nachteile, angefangen damit, dass ihre Installation vertikal ist und nicht in einem Winkel. Das bedeutet, dass ihr Kontakt mit Sonnenlicht viel geringer ist, als es scheint, und die automatische Nachführung kann das bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Die Anweisung von SolarGaps lautet, die Jalousien auf der Außenseite zu installieren, was Faktoren wie Wind, Feuchtigkeit und eine gute Isolierung der Kabel mit sich bringt. Die Leute von TechCrunch haben ein Testgerät erhalten, und ihre Aufzeichnungen kommen den von der Firma beworbenen Werten nicht einmal nahe. Und schließlich hat SolarGaps nur einen wettbewerbsfähigen Preis in seiner Kickstarter-Kampagne. Die Jalousien in Größe XS (91 x 91 cm) kosten 390 Dollar, außerhalb der Aktion aber das Doppelte. Alle Zweifel werden im September ausgeräumt, wenn die ersten Einheiten an die Unterstützer gehen.