Sony patentiert drahtlose Energieübertragung zwischen Geräten
Sony

In den letzten Stunden haben wir mehrere Nachrichten von Sony erhalten. Eine davon führt uns direkt ins Reich der Patente. Und obwohl man solche Inhalte immer mit Vorsicht genießen sollte, ist der Vorschlag des japanischen Giganten äußerst interessant: Ein Smartphone könnte Energie drahtlos auf ein anderes übertragen oder sie von nahegelegenen Geräten beziehen. Das könnte Millionen von Nutzern aus der Klemme helfen, die mit den Grenzen ihrer Akkus kämpfen – vorausgesetzt, es kommt tatsächlich auf den Markt und ist keine allzu „exklusive“ Lösung.

Die Idee: Energie ohne Kabel teilen

Kabel und Batterien überallhin mitzunehmen, um eine freie Steckdose im Starbucks zu kämpfen, sich auf öffentliche Ladegeräte zu verlassen (und ihnen zu misstrauen) – mobile Geräte haben viele Aspekte unseres Lebens vereinfacht, aber sie eingeschaltet zu halten, ist eine enorme Herausforderung. Wir haben bereits Facebook und Instagram deinstalliert, die Bildschirmhelligkeit reduziert, die Hintergrundsynchronisierung unterbrochen, das WLAN deaktiviert, wenn wir es nicht brauchen, und vieles mehr. Trotzdem erinnert uns das durchschnittliche Smartphone an diese Küken, die im Nest nach Futter schreien. Es wurden viele Lösungen erforscht, und eine, die langsam an Fahrt gewinnt, ist das kabellose Aufladen. Kürzlich haben wir das Disney-Experiment gesehen, das einen ganzen Raum mit Aluminiumwänden in ein Superladegerät verwandelt hat, aber die Idee von Sony ist viel subtiler.

Sony patentiert drahtlose Energieübertragung zwischen Geräten
Wie üblich sind die Zeichnungen im Patent recht schlicht

Was das Patent beschreibt

Laut Patent 20170063431, das am 2. März genehmigt wurde, hat Sony eine Methode entwickelt, um Energie und Daten drahtlos zu „konfigurieren“. Mit anderen Worten: ein Analogon zu NFC, das auch Akkus auflädt. Der auffälligste Punkt dieses Patents ist, dass es zwei Smartphones zeigt, die Energie ohne Kabel „teilen“, aber das ist noch nicht alles. Die übrigen Zeichnungen deuten auf ein ähnliches Verhalten bei größeren Haushaltsgeräten wie Fernsehern und Videoplayern hin, die alle zu „Stationen“ mit Antennen werden, die unser Smartphone aufladen.

Offene Fragen

Natürlich wirft das einige Fragen auf, angefangen bei der Effizienz, dem Mindestabstand zwischen den Geräten und der Haltbarkeit von Lithium-Akkus, die schon genug mit den normalen Lade- und Entladezyklen zu kämpfen haben. Der Text des Patents beschreibt die Möglichkeit, die Energieübertragung zu verhindern, wenn das Gerät, das als Quelle dient, mit Akkubetrieb läuft. Ist die Welt bereit, Smartphones in kleine Vampire verwandelt zu sehen, oder bleiben wir lieber bei Notstrom-Batterien und Ladegeräten?

Zur Patentanmeldung.