SemiAnalysis hob seine Schätzung für SpaceX’ Rechenzentrumskapazität am 3. November 2026 von 10 auf rund 13 Gigawatt im Jahr 2027 an. Die Zahl ist eine Prognose. Separat nennt SemiAnalysis mehr als 9 GW an identifizierten Standorten, davon 3,6 GW im Bau.
Was die 13-GW-Schätzung umfasst
Die drei Werte beschreiben unterschiedliche Stufen des Ausbaus: die erwartete Gesamtkapazität für 2027, bereits erfasste Standorte und Kapazität an Standorten, die laut SemiAnalysis im Bau sind.
| Kategorie | Kapazität | Bedeutung |
| Schätzung für 2027 | rund 13 GW | Prognostizierte Rechenzentrumskapazität von SpaceX |
| Identifizierte Standorte | mehr als 9 GW | Von SemiAnalysis erfasste Standortkapazität |
| Davon im Bau | 3,6 GW | Kapazität an Standorten, die SemiAnalysis als im Bau beschreibt |
Colossus und Starbase: unterschiedliche Bauzeiten
Für Colossus 1 berichtet SemiAnalysis von 150 MW, die in 122 Tagen durch einen Umbau bereitgestellt worden seien. Für Colossus 2 nennt die Analyse 210 MW und 91 Tage Bauzeit. Die Zahlen beziehen sich auf verschiedene Projekte.
Bei MiniHard gibt SemiAnalysis eine Bauzeit von etwa fünf Monaten an. Für den Standort Gun Range sei eine Bauzeit von etwa vier Monaten geplant. Zwei Rechenzentren in Starbase, Texas, befänden sich laut der Analyse im Aufbau; ihre mögliche Gesamtkapazität schätzt SemiAnalysis auf mehr als 1 GW.
Stromversorgung und Zuverlässigkeit
Die Stromversorgung ist ein möglicher Engpass im Ausbau. SemiAnalysis schätzt für Colossus 2 eine mögliche Lücke von mehr als 300 MW. Diese Berechnung hängt von den Annahmen der Analyse zu Stromversorgung und Anlagenlast ab. Zugleich berichtet SemiAnalysis, dass dort Batteriespeicher mit einer Kapazität von 5,9 GWh installiert würden.
Für Macrohard und MiniHard nennt SemiAnalysis Netzanschlussanfragen bei der Tennessee Valley Authority über 700 beziehungsweise 450 MW. In seiner Rechnung setzt die Analyse voraus, dass diese Anfragen beide Standorte vollständig versorgen.
In einem am 10. September 2026 veröffentlichten Interview berichtete Grace Kay, SpaceX baue frühzeitig zusätzliche Redundanz bei Kühlung und Stromversorgung ein. Kay berichtete außerdem von einem größeren Ausfall in einem Rechenzentrum wenige Wochen nach der Übernahme der Rechenzentrumsaktivitäten durch SpaceX und dem Beginn der Änderungen. Ihre Darstellung stellt keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen den Änderungen und dem Ausfall her.