Am 23. Oktober 2026 meldeten einige Starlink-Roam-Nutzer in Südafrika Aufforderungen zur Reiseanmeldung und Einschränkungen ihres Dienstes. MyBroadband führte die Fälle auf Starlinks Kontoregeln zurück. Das Medium berichtete außerdem, bis zu diesem Tag habe die Aufsichtsbehörde ICASA Starlink nicht formell zur Sperrung des Dienstes aufgefordert.
Was die Reiseanmeldung bei Starlink verlangt
Wer Starlink außerhalb des Landes nutzt, in dem das Konto registriert ist, muss laut Starlinks Help Center eine Reiseanmeldung ausfüllen. Ausgenommen sind Enterprise-Konten. Für die Anmeldung kann Starlink einen Reisepass oder einen amtlichen Lichtbildausweis verlangen.
Die Meldungen aus Südafrika betrafen damit Starlinks Regeln für ausländische Konten. MyBroadband zufolge erhielten einige Nutzer am 23. Oktober eine Aufforderung, die Reiseanmeldung auszufüllen, um ihren Dienst wiederherzustellen. Eine formelle Aufforderung von ICASA an Starlink, den Dienst zu sperren, lag dem Medium zufolge bis zu diesem Datum nicht vor.
30 Tage im allgemeinen Roam-Tarif, sieben Tage laut Südafrika-Bericht
Starlink nennt für Roam Unlimited allgemein bis zu 30 Tage außerhalb des Heimatlandes des Kontos. Zugleich erlaubt das Unternehmen kürzere Fristen in einzelnen Ländern. MyBroadband berichtete am 20. Juli 2026, ein Starlink-Supportmitarbeiter habe für Südafrika eine Grenze von sieben Tagen genannt.
| Geltungsbereich | Roaming-Zeitraum | Bedingung und Einordnung |
| Allgemeine Regel für Roam Unlimited | Bis zu 30 Tage | Starlink erlaubt in einzelnen Ländern kürzere Fristen. |
| Südafrika | Sieben Tage | MyBroadband berichtete, ein Starlink-Supportmitarbeiter habe diese Frist genannt. |
Für Reisende mit einem Konto aus einem anderen Land ist die allgemeine 30-Tage-Angabe daher nicht automatisch der maßgebliche Zeitraum in Südafrika. Die dort berichtete Sieben-Tage-Grenze stammt aus einer Aussage, die MyBroadband einem Supportmitarbeiter zuschrieb.
Roaming ersetzt keine südafrikanische Lizenz
Business Insider Africa berichtete am 25. Oktober 2026, Starlink sei in Südafrika noch nicht offiziell gestartet. Die Nutzung mit einem Konto aus einem anderen Land ist von einer lokalen Zulassung zu unterscheiden.
Dem Bericht zufolge gilt für Inhaber individueller Telekommunikationslizenzen eine Vorgabe von 30 Prozent Beteiligung durch Angehörige historisch benachteiligter Gruppen. Kommunikationsminister Solly Malatsi unterstütze einen Ansatz, bei dem gleichwertige Investitionen diese Vorgabe erfüllen könnten. Dafür wären laut Business Insider Africa Änderungen am Rechtsrahmen nötig.