Synopsys kündigte am 30. September 2026 eine mehrjährige Vereinbarung mit Amazon an. Amazon will mehr Silizium-IP und Entwicklungswerkzeuge von Synopsys nutzen; Synopsys plant im Gegenzug, AWS-Dienste und Amazon Bedrock für die eigene Entwicklungsarbeit einzusetzen. NeoTeo hatte zuvor über den möglichen Synopsys-AWS-Lizenzdeal berichtet.

Was Amazon und Synopsys jeweils beitragen

Amazon will seine Nutzung anwendungsoptimierter Silizium-IP sowie von Synopsys’ Werkzeugen für Electronic Design Automation (EDA) ausbauen. EDA bezeichnet Software für den Entwurf elektronischer Schaltungen. Zum vereinbarten Umfang gehören außerdem Simulation und Analyse sowie Technologien für agentische KI und KI-Agenten.

Synopsys plant, Amazon EC2 als Rechendienst, AWS-Cloud-Speicher und Amazon Bedrock einzusetzen. Die Dienste sollen die Entwicklung eigener IP, Software, KI-Anwendungen und KI-Agenten unterstützen.

Geplante Optimierung für Trainium und Graviton

Die Unternehmen wollen Synopsys’ Multiphysik-Lösungen für Amazon Trainium und Amazon Graviton optimieren. Solche Lösungen verbinden Simulationen verschiedener physikalischer Effekte. Der Plan betrifft die Optimierung von Synopsys-Software für diese Chipfamilien; er ordnet die neu lizenzierte IP keinem konkreten Amazon-Chipmodell zu.

Amazon und Synopsys nannten bei der Ankündigung weder einen Zeitplan für neue Chips noch gemessene Leistungsgewinne.